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Fotoausstellung „Wo der Atlantik auf Europa trifft“

4. Juli bis 30. Oktober 2016.

Die beiden bekannten Fotografen Peter Haefcke und Michael Pasdzior verbindet eine große Leidenschaft – das Meer. Deshalb haben sie in den letzten acht Jahren gemeinsam peu à peu die gesamte europäische Atlantikküste der Länder Portugal, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Irland und Island bereist. Entstanden sind beeindruckende Bilder, die bis zum 30. Oktober im Internationalen Maritimen Museum gezeigt werden.

Strandpromenade in Zarautz, Nordspanien. Bild: Michael Paszidor,

Strandpromenade in Zarautz, Nordspanien. Bild: Michael Pasdzior.

Während Haefcke nur schwarzweiß fotografiert, visualisiert Pasdzior die Welt in Farbe. Auch inhaltlich ist die Ausstellung von Gegensätzen geprägt. Die ursprüngliche Naturschönheit der Küste steht im Kontrast zu den vom Menschen geschaffenen Veränderungen. Diese werden von beiden Fotografen auf individuelle Art in beeindruckenden Bildern festgehalten. Darin liegt der außergewöhnliche Reiz dieser Fotoausstellung.

Dyrholaey, Sudurland. Bild: Peter Haefke.

Dyrholaey, Sudirland. Bild: Peter Haefke.

Die Fotokunsthistorikerin Dr. Henriette Väth-Hinz beschreibt die Ausstellung so:

„Pasdzior schaut auf die Küste und das Wasser, immer aus einiger Entfernung, und legt zwischen Land und Wasser die Spuren des Menschen. Mal sind es bunte Boote oder farbige Wäsche auf der Leine, mal sind es Fahrbahnmarkierungen auf der Straße, und mal sind es Fußballtore am Sandstrand. Haefcke dagegen geht näher an die Grenze von Wasser und Fels. Er ist offensichtlich fasziniert von den Strukturen im Stein und den Formen, die das bewegte Wasser am Strand und an den Molen bildet. Die Fotos sind nicht schön, sie sind klug gestaltet, d.h., sie sprechen eine klare Sprache, ohne je langweilig zu wirken. Und in diesem Sinne sind die Bilder in der Ausstellung schön. Es sind Bilder, die Wellen schlagen.“

Die Fotografen

 

Peter Haefcke am felsen in Bedruthan Steps

Peter Haefcke am felsen in Bedruthan Steps

PETER HAEFCKE hat als Berufsschullehrer u. a. in der Fotografenausbildung gearbeitet. Seine Bilder waren in mehreren Ausstellungen zu sehen. Er hat einige vielbeachtete Bücher veröffentlicht. Der Schwerpunkt seiner Fotoprojekte sind Küsten, Landschaften, Städte und Menschen.

 

Michael Pasdzior

Michael Pasdzior

MICHAEL PASDZIOR ist seit 1980 als freier und selbstständiger Fotograf tätig und durch viele (Buch)Veröffentlichungen und zahlreiche Ausstellungen bekannt. Er arbeitet für die internationale Fotoagentur Getty Images und ist Mitglied in der Berufsvereinigung freelense. Der Schwerpunkt des in Hamburg lebenden Bildautors liegt auf der Landschafts- und Architekturfotografie.

 

Frauen am Bord. Eroberung einer Männerdomäne

18. März 2016 bis zum 3. Juli 2016

Hauptmotivkleiner

Erstmalig seit 1997 widmet sich in Deutschland wieder ein Museum diesem wenig beleuchteten Thema: Die Geschichte und Gegenwart der seefahrenden Frauen.

Dank umfangreicher Recherchen im In- und Ausland, gibt es bei dieser Sonderausstellung für die Besucher Außergewöhnliches zu sehen und zu entdecken:

Piratinnen, Freiheitskämpferinnen und Pionierinnen in der Schiffahrt, ebenso wie frühe Seenotretterinnen und Reederinnen, Seefunkerinnen und Frauen in den Marinen der Welt. Etwas ganz Besonderes sind die bisher nie gezeigten Fotos der Seekadettinnen auf der „Gorch Fock“ von Kathrin Wahrendorff.

Und auch ein Weltbestseller wird auf seinen Wahrheitsgehalt untersucht: „Ich spucke gegen den Wind“, die angebliche Autobiographie eines Mädchens, das 17 Jahre mit ihrem Vater die Südsee befahren haben will, war das Lieblingsbuch ganzer Generationen.

Zahlreiche Ausstellungsobjekte aus dem In- und Ausland runden die umfangreiche Präsentation ab. Frauen am Bord. Eröberung einer Männerdomäne – ein Muss nicht nur für Frauen!

Der Kaispeicher B – das Tor zum Weltkulturerbe

18. Dezember 2015 bis Ende Februar 2016

Es ist schon ungewöhnlich, dass ein Museum sein eigenes Gebäude in den Mittelpunkt einer Ausstellung rückt. Doch der Kaispeicher B am Zusammenfluss von Brooktor- und Magdeburger Hafen ist inzwischen selbst ein „Exponat“. Das älteste erhaltene Speichergebäude im ehemaligen Freihafen überdauerte wirtschaftliche Glanz- und Notzeiten, technische Revolutionen und zwei Weltkriege.

Jetzt widmet das Internationale Maritime Museum Hamburg seinem „Zuhause“ eine Sonderausstellung. Der Kaispeicher B diente der UNESCO als architektonisches Vorbild für die als Weltkulturerbe anerkannte Hamburger Speicherstadt. Seit seiner Wiedereröffnung 2008, nach einer genauso sorgfältigen wie respektvollen Renovierung, beherbergt er die Sammlung der Peter Tamm sen. Stiftung. Hamburg ist somit der Schaukasten für das maritime Kulturerbe der Menschheit geworden.

„Die Ausstellung „Kaispeicher B – Das Tor zum Weltkulturerbe“ porträtiert das älteste Speichergebäude Hamburgs als Konstante in der Stadtlandschaft. Sie erklärt die historische Rolle des Bauwerks und gibt dem Besucher mit teilweise erstmals ausgestelltem Archivmaterial und Kunstwerken die nötige Perspektive um zu verstehen, wie es zur Heimat des Internationalen Maritimen Museums Hamburg wurde. Kern der Ausstellung sind neben historischen Bildern Aufnahmen des renommierten Hamburger Fotografen Michael Zapf, der den Umbau des Kaispeicher B mit der Kamera begleitet hat.

Der Kaispeicher B entstand 1878/79 nach Plänen der Architekten Bernhard Georg Jacob Hanssen und Wilhelm Emil Meerwein für die Silospeicher-Kommandit-Gesellschaft J.W. Boutin. Der rote Backsteinbau mit eingesetzten Natursteinteilen ist wie die Speicherstadt im neugotischen Stil erbaut. Abwechslungsreiches Mauerrelief, Spitzbögen, Treppengiebel und Gesimse bilden eine gelungene und augenfällige Kombination aus technischer Zweckmäßigkeit und der glanzvollen hansischen Tradition des Mittelalters.

Der Bau wurde 1890 von der Stadt Hamburg übernommen und trägt seither die Bezeichnung „Kaispeicher B“. Nach der 1888 erfolgten Eröffnung des Freihafens war der Speicher ein bedeutender Umschlagplatz für Stückgut. Somit ist er nicht nur ein bauhistorisch und archi-tektonisch bedeutsamer Komplex, er dokumentiert auch die Expansion der Hafenwirtschaft und die Modernisierung des Warenumschlags in Hamburg.

Als Ursprung von und markantes Bindeglied zwischen der historischen Speicherstadt und der modernen HafenCity ist der denkmalgeschützte Kaispeicher B das kulturelle Zentrum eines neuen Stadtviertels und ein bedeutendes Wahrzeichen für die Stadt Hamburg und die maritime Weltgeschichte.

Chronik des Kaispeicher B

Plakat

Ferne Welten – so nah!

Fünf Museen präsentieren sich gemeinsam

Ferne Welten so nah

»Ferne Welten – so nah« heißt eine Ausstellung, die das Alstertal Einkaufszentrum vom 16. – 25. April 2015 jeweils von 10.00 bis 20.00 Uhr präsentiert. Zum ersten Mal haben sich fünf renommierte Hamburger Museen zusammen getan, um sich im Rahmen einer gemeinsamen Ausstellung zu präsentieren. Als Rahmenprogramm werden unterschiedliche Aktionen wie Kinderführungen, Workshops und Vorträge angeboten. So zeigt das Maritime Museum am 23. April von 12 bis 18.00 Uhr unter dem Motto »Ohne Knoten kommt kein Seemann aus«, in einem kleinen Knotenkurs die Kunst des Knotenschlagens. Darüber hinaus gibt es bei einem Gewinnspiel wertvolle Preise zu gewinnen.

Flyer zum Programm

 

 

Rumpf U 9Karriere einer Gefahr

TIEF UNTEN Der U-Bootkrieg 1914 – 1918

Am 22. September 1914 versenkte das deutsche U-Boot „U 9″ drei britische  Panzerkreuzer vor Hoek van Holland, fast 1.500 Seeleute fanden binnen weniger Minuten den Tod. Es war ein Albtraum für die englische Admiralität – und der erste Auftritt des U-Boots als Waffe. Der Kommandant des deutschen Bootes, Kapitänleutnant Otto Weddigen, wurde zum Helden einer ganzen Nation sowie der Kriegspropaganda. Und das U-Boot, bislang eher herablassend betrachtet, wurde nicht allein über Nacht zur wirkungsvollen und billigen Alternative großer Panzerschiffe, welche bis dahin die Seekriegsstrategie beherrscht hatten. Es wurde auch zum Schrecken der gesamten Handelsschifffahrt. Eines ist sicher: Der Zufallserfolg eines deutschen U-Bootes zu Beginn des 1. Weltkrieges hat die maritime Waffentechnik revolutioniert. Heute dominieren U-Boote neben Flugzeugträgern den militärischen Einsatz auf allen Meeren. Bestückt mit Atomraketen sind sie in der Lage, unerkannt aus der Tiefe ganze Kontinente auszulöschen.

U-Boot auf hoher See im 1. Weltkrieg

Das Internationale Maritime Museum Hamburg erinnert ab 16. Oktober mit seiner Sonderausstellung „Tief unten“ an den U-Boot-Krieg vor 100 Jahren. Auf 300 qm werden zahlreiche, bislang nie gezeigte Exponate zu sehen sein. Sie stammen einerseits aus dem Archiv des Museums, andererseits beteiligten sich Leihgeber aus Deutschland, Großbritannien, Belgien und Dänemark. Bemerkenswert ist, dass sich erstmals das „National Museum of the Royal Navy“ in Portsmouth zur Zusammenarbeit bei einer solchen Präsentation entschlossen hat. Von dort konnten u.a. zeitgenössische Propagandaplakate und wertvolle Dokumente entliehen werden.

U-Boot-Turm

Einen bedeutenden Teil der Sonderausstellung bildet der Nachlass von Kapitänleutnant Otto Weddigen aus dem Bestand des IMMH. Dieser belegt anschaulich, wie Weddigen aufgrund seiner revolutionären Tat mit „U 9“ in der deutschen Bevölkerung eine Art Kultstatus erlangte. Hunderte von Dankesbriefen, Gedichten oder so genannten „Liebesgaben“ erreichten ihn aus allen Teilen und Schichten der Nation. Der „Rummel“ um Otto Weddigen währte allerdings nur ein halbes Jahr – dann fiel er auf „U 29“ mit seiner gesamten Besatzung dem Krieg zum Opfer.Figur Otto Weddigen

Weitere Schwerpunkte der Ausstellung zum U-Bootkrieg vor einhundert Jahren sind die Gegensätze zwischen Fakt und Fiktion in der Darstellung und Aufarbeitung des Krieges, die propagandistische Begleitung des grausamen Geschehens auf See und die Geschichte jener, die den Krieg führten, prägten und ertragen mussten: „Es geht uns nicht nur um die Geschichte einer bahnbrechenden militärischen Technik, sondern auch um die Folgen für die Menschen – seien sie nun U-Boot-Fahrer gewesen, militärische Gegner oder Besatzungen und Passagiere auf Handelsschiffen“, so Museumsgründer Peter Tamm. Denn schließlich drehte sich die Spirale von alliierter Seeblockade und deutscher Gegenblockade, von Gewalt und Gegengewalt so erbarmungslos und schnell, dass die völkerrechtliche Aufarbeitung mancher Ereignisse noch heute nicht beendet ist. – Heute, wo ein einziges U-Boot einen ganzen Kontinent verwüsten kann und das Völkerrecht im Falle eines Krieges gar keine Anwender mehr finden würde. Quo vadis, homo?

Bis Ende März 2015 auf Deck 1
Die Sonderausstellung ist im Eintrittspreis enthalten