IMMH

9. Juni 2017

Ausstellungstagebuch #11: Die Eröffnung

Sonderausstellung „EAST MEETS WEST – Maritime Seidenstraße im 13. bis 17. Jahrhundert“ des Guangdong Museums im Maritimen Museum feierlich eröffnet.

Der chinesische Entdecker Zhèng Hé (1371-1433) hört sich auf Deck 1 die Rede von Kultirsenator Carsten Brosda aufmerksam an.

Gäste begeistert von den sagenhaften Schätzen Chinas

 

„Was die Länder miteinander verbindet sind nicht die Ozeane, es sind die Menschen auf den Schiffen“,

sagte einst der französische Historiker Braudel. Ein schöneres Zitat hätte der stellvertretende Administrator der staatlichen Kulturerbe-Verwaltung Chinas, Herr Liu Shu Gang, nicht in seine Rede zur Eröffnung der Sonderausstellung „East meets West“ einbauen können. Und er fügte an: „In unserer Ausstellung wollen wir die Geschichten erzählen, die Geschichten dieser Menschen auf den Schiffen, aus Europa und Asien.“

Der stellvertretende Administrator der staatlichen Kulturerbe-Verwaltung Chinas, Herr Liu Shu Gang, während der Ausstellungseröffnung.

Ausgehend von der Perspektive des 13. und 17. Jahrhunderts habe man Schätze aus Handel, Religion, Kulturaustausch und Kulturgeschichte ausgewählt, anhand derer die Entstehung und die historische Entwicklung der maritimen Seidenstraße verdeutlicht werde, führte er weiter aus und sagte: „Wir glauben, dass Chinesen und Europäer, die bei Wind und Wetter ihre Segel setzten und die Ozeane durchquerten, gemeinsam den Osten und den Westen durch das Band der maritimen Seidenstraße miteinander verbunden haben.“

Peter Tamm während seine Rede.

Museumsvorstand Peter Tamm, der die 300 Gäste der feierlichen Eröffnungsveranstaltung mit einer pointierten und bewegenden Rede begrüßt hatte, erinnerte an das Credo des Maritimen Museums, Geschichte für die nachfolgenden Generationen erfahrbar und zugänglich zu machen und zu erhalten. „Die Ausstellung ,East meets West’ passt daher ganz hervorragend in unser Haus und wir waren dankbar und stolz, als Herr Chen Ping mit der Idee auf uns zu kam, sie hier in Hamburg europaweit zum ersten Mal zu zeigen.“ Aus der Beschäftigung mit der spannenden Geschichte der Seidenstraße sei in China die Initiative „One Belt, One Road – Ein Gürtel, eine Straße“ entstanden, die die legendäre Seidenstraße als Handelsroute neu beleben werde. „So entsteht aus einer Ausstellung, die sich hier und heute mit der Geschichte der legendären Seidenstraße befasst, auch die Möglichkeit, die Zukunft unserer Welt und  unseren kulturellen Austausch aktiv mitzugestalten“, so Tamm.  Und wir alle könnten aus der Globalisierung von damals für die Globalisierung von heute und morgen lernen.

Der chinesische Botschafter Herr Shi Mingde.

Ein Gedanke, den auch der chinesische Botschafter Herr Shi Mingde in seiner Rede betonte, die besonders die deutsch-chinesische Partnerschaft hervorhob und die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit beider Museen unterstrich. Unter den Festrednern ging auch Kultursenator Dr. Carsten Brosda auf den wertvollen, kulturellen Austausch und die deutsch-chinesische Freundschaft ein.

Archäologin Cao Jing und Curator Ruan Huaduan zeigen Botschafter Shi Mingdedie Asstellung.

Mit großer Begeisterung näherten sich die Gäste, darunter unter anderem Ministerpräsident Torsten Albig, Hans-Helmut Weisser, die Reeder Nikolaus W. und Nikolaus H. Schües, Eugen Block, sowie viele weitere Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Kultur und von den chinesischen Partnern u.a. der stellvertretende Direktor des Guangdong Museums Herr Ruan Hua Duan, Botschaftsrat Herr Chen Ping und Generalkonsul Herr Sun Congbin, dann auf den Ausstellungsdeck 1 und 2 den Schätzen aus China: Interessante Gespräche, Begegnungen und neue Einsichten zwischen kunstvollem Porzellan, Vasen, wertvollen Schmuckstücken, Goldbarren, Steinstauen und anderen Funden, die überwiegend aus den Wracks zweier chinesischer Handelsschiffe aus dem 13. Jahrhundert, die vor der  südchinesischen Küste geborgen wurden, stammen und nun erstmals außerhalb Chinas gezeigt werden.

Das Publikum Applaudiert im Foyer.

Ausstellungstagebuch:
Teil 1: Was bisher geschah
Teil 2: Raum schaffen
Teil 3: Die Dschunke
Teil 4: Das Plakat
Teil 5: Die Vitrinen
Teil 6: Der Vertrag
Teil 7: Der Versand
Teil 8: Hintergründe und Informationen
Teil 9: Die Ankunft der Exponate
Teil 10: Der Aufbau der Ausstellung
Teil 12: Das „Wir“
Teil 13: Das Buch

5. Juni 2017

Ausstellungstagebuch #10: Der Aufbau der Ausstellung

Der Aufbau von „EAST MEETS WEST – Die Maritime Seidenstraße im 13. bis 17. Jahrhundert“ befindet sich im Endspurt. Die Exponate werden aufgestellt und die letzten Details aufpoliert. Dafür hat das Internationale Maritime Museum einige prominente Gäste im Haus.

Ein Teil der Mitwirkenden am der Aufbau von EAST MEETS WEST.

Voller Einsatz des Aufbau-Teams

Das ganze Team des IMMH ist gerade im Einsatz. Beim Aufbau der Ausstellung machen Haustechniker, Historiker, Raumpflegekräfte, Archivare, Gestalter, Museumspädagogen, Presse- und Öffenlichkeitsarbeiter, Vorstandsmitglieder und viele weitere Helfer mit. Der Aufbau der Ausstellung ist harte Arbeit. Allerdings wissen wir alle, dass am Ende etwas ganz Besonderes entstehen wird: Die Sonderausstellung „EAST MEETS WEST“ ist das größte Projekt, das das IMMH je in Angriff genommen hat.

Ferdinand Tamm (rechts), bereits die 3. Generation seiner Familie im IMMH.

Hart arbeitende Gäste

Die Ausstellung wird Schätze des Guangdong Museums zeigen. Um diese wertvollen und teils hoch empfindlichen Exponate richtig zu behandeln und ins richtige Licht zu setzen, ist eine ganze Delegation an Kollegen aus Guangzhou nach Hamburg gekommen. Das IMMH freut sich sehr, gemeinsam mit den Museumsmitarbeiterinnen Cai Yi Zhi, Huang Xue Feng, Wu Li Nong, Zheng Li, Liu Li, Duan Xiao Hong und mit den beiden Lichtkünstlern Simon Lee und Zeng Riu zu arbeiten.

Die Kooperation unserer beiden Museen besteht nicht nur darin, eine erstklassige Ausstellung aufzubauen. Darüber hinaus zeigt sie, dass wenn man sich gemeinsame Ziele setzt, kulturelle Unterschiede oder Sprachbarrieren keine Rolle spielen. Bei einem solchen Projekt entsteht ein Wissensaustausch, der uns alle bereichert. Wir freuen uns darauf, das Ergebnis unserer deutsch-chinesischen Zusammenarbeit sehr bald mit unseren Besuchern teilen zu können.

An dieser Stelle soll noch ein weiterer Gast im Maritimen Museum erwähnt werden: Dr. Stanislaw Rowinski, Konservator im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Er musste zwar nicht so lange reisen, wie unsere chinesischen Kollegen, doch seine Unterstützung ist genauso wichtig für den Erfolg der Ausstellung. Bei ihm und bei den Mitarbeitern des Guangdong Museums möchte sich das IMMH herzlich bedanken.

Der Aufbau in Bildern:

Ausstellungstagebuch:
Teil 1: Was bisher geschah
Teil 2: Raum schaffen
Teil 3: Die Dschunke
Teil 4: Das Plakat
Teil 5: Die Vitrinen
Teil 6: Der Vertrag
Teil 7: Der Versand
Teil 8: Hintergründe und Informationen
Teil 9: Die Ankunft der Exponate
Teil 11: Die Eröffnung
Teil 12: Das „Wir“
Teil 13: Das Buch