IMMH

Binnenschifffahrt auf Deck 9

Seit gestern ist die Abteilung für Binnenschifffahrt der Dauerausstellung auf Deck 9 für unsere Besucher wieder offen. Sie wurde in den vergangenen Monaten gründlich überarbeitet, umgestaltet und erweitert.

Stauschleuse des Stechnitz-Kanals (1398-1900) auf Deck 9.

Binnenschifffahrt als Thema in einem maritimen Museum mag auf manchen Besucher auf den ersten Blick befremdlich wirken. Aber es war immer das Anliegen von Museumsgründer Peter Tamm, die Weltgeschichte der Schifffahrt darzustellen. Und da eben auch die Binnenschifffahrt dazu gehört und zudem sehr interessante Themen enthält, widmet sich nun wieder eine – wenn auch kleine – Abteilung im IMMH diesem spannenden Thema.

Seit vorgeschichtlicher Zeit nutzen Menschen Binnenwasserwege. Mit Flößen oder Fellbooten, später mit komplexer gebauten Holzfahrzeugen, trieben sie Handel, fischten, jagten oder überwanden weite Strecken. Weltweit entstanden wegen der geographischen Isolation vieler Regionen und der spezifischen Bedingungen der Flüsse und Ströme zahllose Boots- und Schiffstypen. Ihr gemeinsames Merkmal war das flache Rumpfprofil sowie die Antriebstechnik: Binnenschiffe wurden getreidelt (d.h. vom Ufer gezogen), gestakt, geschleppt, sie nutzten die Kraft des Windes oder der Strömung.

Binnenschifffahrt auf Deck 9.

Bis zum 16. Jahrhundert waren auf den großen Flüssen Europas Seeschiffe tief im Binnenland anzutreffen. Die Einführung des großen dreimastigen Schiffes (Karacke) jedoch erforderte Arbeitsteilung zwischen See- und Binnenfahrzeugen. Auch entwickelten sich die Seeschiffe in antriebstechnischer Hinsicht schnell weiter, wogegen die Binnenschifffahrt trotz der im 19. Jahrhundert entstandenen Konkurrenz der Eisenbahn nur langsam von Traditionen Abschied nahm. Auch die soziale Struktur wandelte sich kaum: Ein-Mann- und Familienbetriebe („Partikuliere“) prägen mit Gütermotorschiffen noch heute die Unternehmerkultur.

Möchten Sie mehr zum Thema lernen? Sie finden die Binnenschifffahrt-Abteilung bei uns auf Deck 9.

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