IMMH
Titelbild der Sonderausstellung "Johannes Holst - Maler der See" im Internationalen Maritimen Museum Hamburg. Vollschiff SIAM, erbaut 1889 bei Lange in Bremen-Vegesack für Cordes & Co., Bremen, eingesetzt in der Ranggonfahrt. Holst Zeigt hier, wie bei zunehmendem Wind das Vor-Bramsegel geborgen wirdund der Steuermann Mühe hat, Kurs zu halten (Rangoon war die Hauptstadt der früheren Burm, heute Myanmar). Öl auf Leinwand, 1936. Privatbesitz.

Johannes Holst, die Sonderausstellung

Johannes Holst gilt als einer der bedeutendsten und talentiertesten deutschen Marinemaler. Das Internationale Maritime Museum Hamburg zeigt in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße die umfangreichste Sonderausstellung, die dem Werk des „Genies aus Altenwerder“ bislang gewidmet wurde. Die Ausstellung wird auf Deck 1 des IMMH vom 7. Mai bis zum 19. Juli 2020 präsentiert.

Titelbild der Sonderausstellung "Johannes Holst - Maler der See" im Internationalen Maritimen Museum Hamburg. Vollschiff SIAM, erbaut 1889 bei Lange in Bremen-Vegesack für Cordes & Co., Bremen, eingesetzt in der Ranggonfahrt. Holst Zeigt hier, wie bei zunehmendem Wind das Vor-Bramsegel geborgen wirdund der Steuermann Mühe hat, Kurs zu halten (Rangoon war die Hauptstadt der früheren Burm, heute Myanmar). Öl auf Leinwand, 1936. Privatbesitz.

Johannes Holst

Johannes Holst wurde am 22. Oktober 1880 auf der Elbinsel Altenwerder geboren. Er war ein Mann vieler Talente: Musiker, Geigenbauer, Segler, Schiffbauer und vor allem Marinemaler. Zwischen seinem ersten bekannten Werk, welches er als 14-jähriger Autodidakt anfertigte, und seinen Tod 1965 liegen 71 Jahre künstlerischen Schaffens. Die Ausbildung zum Maler absolvierte Holst bei Hinrich Paul Lüdders, der auch seine künstlerischen Interessen förderte. Zu seinen Vorbildern gehörten Anton Melbye (1818-1875) und Carl Wilhelm Hugo Schnars-Alquist (1855-1939), deren Einflüsse sein Werk prägen. Doch zwei Dinge machen die Werke von Johannes Holst einzigartig: die seemännische Detailtreue seiner Schiffsdarstellungen und die beeindruckende Präzision mit der er das Meer portraitierte.

Maler der See

Johannes Holsts Vorfahren lebten vom Hafen und von der Elbe. Sie waren Fischer, Schiffer und Händler. Seine Verbindung zur See kam damit ganz natürlich. Selbst ein leidenschaftlicher Segler, kannte er das Meer genau. Er verstand es wie kaum ein zweiter das Element Wasser auf naturalistische Weise auf Leinwand zu bringen. Ein Betrachter seiner Werke fühlt sich nicht an Land, sondern mit hinaus auf die See genommen. Dieses Gefühl vermitteln besonders seine ca. 70 reinen Seestücke. Neben ihnen, war es vor allem Holsts Faszination für die großen Windjammer, für die Frachtfahrt unter Segeln, welche sein Lebenswerk prägte.

Das Internationale Maritime Museum hat eine umfangreiche Ausstellung in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße vorbereitet. In ihr werden alle Aspekte der Biographie und des künstlerischen Schaffens von Johannes Holst behandelt. Die präsentierten Gemälde, stammen zum Großteil von privaten Leihgebern und sind der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich.


Die Sonderausstellung findet von 7. Mai bis zum 19. Juli 2020 auf Deck 1 statt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.

Öffentliche Führungen zur Sonderausstellung finden vom 3. bis zum 17. Juli immer freitags von 14:00 bis 14:30 Uhr statt. Dafür ist keine Voranmeldung nötig.


Das Buch zur Ausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (2019, Koehler) wurde von Walter König verfasst und ist im Museumshop und Online erhältlich.


Im Bild:
Das Vollschiff SIAM, erbaut 1889 bei Lange in Bremen-Vegesack für Cordes & Co., Bremen, eingesetzt in der Rangoonfahrt. Holst Zeigt hier, wie bei zunehmendem Wind das Vor-Bramsegel geborgen wird und der Steuermann Mühe hat, Kurs zu halten (Rangoon war die Hauptstadt des früheren Burma, heute Myanmar). Öl auf Leinwand, 1936. Privatbesitz.

Kommentare sind deaktiviert.