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Johannes Holst: Viermastbark Peking – das Wetter wird schlechter, das Focksegel muss geborgen werden, sign. u. li. rot „Joh’s Holst“, ohne Jahr, Öl auf Leinwand, 170 x 105 cm (Copyright: Erbengemeinschaft Johannes Holst)

„Die Peking“ von Johannes Holst

Neben 70 weiteren Meisterwerken zeigt die aktuelle Sonderausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg die Peking, von Johannes Holst auf beeindruckende Art und Weise in einem Gemälde festgehalten. Die Hintergründe zu dieser meisterhaften Marinemalerei erklärt Austellungskuratorin Petra Giebel in den folgenden Zeilen.

Johannes Holst: Viermastbark Peking – das Wetter wird schlechter, das Focksegel muss geborgen werden, sign. u. li. rot „Joh’s Holst“, ohne Jahr, Öl auf Leinwand, 170 x 105 cm (Copyright: Erbengemeinschaft Johannes Holst)
Johannes Holst: Viermastbark Peking – das Wetter wird schlechter, das Focksegel muss geborgen werden, sign. u. li. rot „Joh’s Holst“, ohne Jahr, Öl auf Leinwand, 170 x 105 cm (Copyright: Erbengemeinschaft Johannes Holst)

Neben den Kuttern und Ewern seiner Heimat waren es oft die großen Windjammer, die im Mittelpunkt der Gemälde des Altenwerder Marinemalers Johannes Holst standen. Sein besonderes Interesse galt hierbei vor allem den Segelschiffen der Reederei Laeisz, den berühmten Flying-P-Linern, die für ihre Geschwindigkeit und ihre Sicherheit bekannt waren. Die Passat, die Pamir, die Padua – viele dieser stolzen Schiffe sind ein immer wiederkehrendes Motiv in dem Werk des Künstlers. Auf diesem Gemälde sehen wir die Peking mit Sturmbesegelung durch die aufgewühlte See fahren. Eindrucksvoll sind die Wellen, der wolkenverhangene Himmel und das vom Meer überspülte Deck eingefangen – hier zeigt sich Holsts Talent präzise die Stimmung des Wetters auf die Leinwand zu bannen. Genaueste Naturbeobachtungen bilden hierfür die Grundlage.

Die Viermast-Stahlbark, die 1911 vom Stapel lief, war in der Salpeterfahrt zwischen Chile und Europa eingesetzt. Ab 1975 lag sie als Museumsschiff im New Yorker Hafen bis sie 2017 in die Wewelsflether Peters-Werft überführt wurde. Ihr zukünftiger Liegeplatz wird der Kleine Grasbrook sein, wo ab 2023 das Deutsche Hafenmusem entstehen soll.

Das Gemälde der Peking wird in der Sonderausstellung zu Johannes Holst präsentiert. Es handelt sich um eine private Leihgabe, die sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist.


Die Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” wurde in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße vorbereitet. Sie findet von 7. Mai bis zum 19. Juli 2020 auf Deck 1 statt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.


Cover des Buches "Johannes Holst - Maler der See" (Koehlers Verlagsgesellschaft) von Walter König.

Das Buch zur Ausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (2019, Koehler) wurde von Walter König verfasst und ist im Museumshop und Online erhältlich.

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