IMMH

24. Mai 2022

Hapag-Lloyd im historischen Archiv des IMMH

Das Internationale Maritime Museum Hamburg feiert 175 Jahre Hapag Lloyd mit einer Sonderausstellung, die aus dem erstaunlichen Fundus des historischen Archivs unseres Hauses entstanden ist. Die Ausstellung wird am 31. Mai 2022 feierlich eröffnet. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Schätze aus unserem Archiv.

Bild des Dampfers Albert Ballin aus dem Historischen Archiv des Internationales Maritimes Museum Hamburg.

Das Internationale Maritime Museum Hamburg feiert 175 Jahre Hapag Lloyd mit einer Sonderausstellung, die aus dem erstaunlichen Fundus des historischen Archivs unseres Hauses entstanden ist. Die Ausstellung wird am 31. Mai 2022 eröffnet. Hier ein kleiner Vorgeschmack auf die Schätze aus unserem Archiv.

Das historische Archiv des Internationalen Maritimen Museums Hamburg birgt eine unglaubliche Vielfalt an Schätzen, die Zeugnis ablegen über Jahrhunderte globaler maritimer Geschichte. Auch wenn bei weitem nicht alle Dokumente einen Bezug zu Hamburg haben, so ist es doch logisch, dass wir besonders gut gerüstet sind, wenn es darum geht, die Geschichte, die in und von unserem Heimathafen aus gemacht wurde, darzustellen.

Als unser Team vor der Herausforderung stand, eine Ausstellung zum 175-jährigen Bestehen von Hapag Lloyd zu konzipieren, wurde uns schnell klar, dass die meisten Materialien bereits in unserer Einrichtung vorhanden waren. Natürlich wurde das historische Archiv für diese Sonderausstellung noch einmal gründlich durchforstet. Dieser Prozess wurde durch unser laufendes Projekt zur Digitalisierung aller Archive erheblich beschleunigt. Die Digitalisierung ermöglicht es uns, unser historisches Archiv effizienter zu recherchieren und zu pflegen. Sie ermöglicht es uns auch, unsere Bemühungen mit externen Forschern zu koordinieren und einen wachsenden Teil unserer Materialien im Online-Archiv zu veröffentlichen.

Im Folgenden sind nur einige Beispiele für diese Dokumente aufgeführt.


Eine Jahrhundertwende erreichte die Gesellschaft unter ihrem Generaldirektor Albert Ballin (1857-1918) die größte Tonnage aller Schifffahrtsgesellschaften. Im historischen Archiv des Museums befindet sich diese visitenkarte Ballins.

Visitenkarte von Albert Ballin mit Handschrift aus dem Historischen Archiv des Internationales Maritimes Museum Hamburg.

Als Folge der beiden Weltkriege verlor die Reederei ihre gesamte Flotte. Zweimal musste sie ihren Schiffsbestand und ihre Liniendienste von Null an wieder aufbauen.

Vrief von Albert Ballin aus dem Historischen Archiv des Internationales Maritimes Museum Hamburg.

Inzwischen beklagen wir nun wieder den Verlust des „Prinz Adalbert“, und zwar, wie mir schein, wieder infolge unzureichender Schutzmassnahmen. Zwei Torpedoboote angesichts der grossen U-Boot-Gefahr scheinen mit wirklich zu wenig zu sein. Es ist so bedauerlich, dass wir so viele Verluste in der Marine zu beklagen haben, die letzten Endes doch auf unzureichenden Schutz zurückzuführen sind

Brief an Kapitän zur See von Karpf von Albert Ballin, Berlin, 26.10.1915

Wie bereits nach dem Ersten Weltkrieg unternahmen die in einem konkurrierenden Miteinander stehende Hapag und der Norddeutsche Lloyd, Bremen, den Neustart nach 1950 größtenteils gemeinsam. Als gegen Ende der 1960er Jahre der Containerverkehr rasant anwuchs und hohe Investitionen in Container und neue Schiffe erforderte, bündelten beide Reedereien ihre Kräfte. 1970 fusionierten sie zur Hapag-Lloyd AG.

Bild des Containerschiff Bremen Express der Hapag-Lloyd aus dem Historischen Archiv des Internationales Maritimes Museum Hamburg.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Das Internationale Maritime Museum Hamburg feiert mit einer Sonderausstellung 175 Jahre Hapag-Lloyd. Sie wird ab dem 31. Mai 2022 auf Deck 2 gezeigt.

11. Mai 2022

„175 Jahre Hapag-Lloyd“. Die Sonderausstellung

Das Internationale Maritime Museum Hamburg feiert mit einer Sonderausstellung 175 Jahre Hapag-Lloyd. Sie wird ab dem 31. Mai 2022 auf Deck 2 gezeigt.

„175 Jahre Hapag-Lloyd“. Eine Sonderausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg

175 Jahre Hapag Lloyd

Am 27. Mai 1847 wurde die Hamburg-Amerikanische Packetfahrt Actien Gesellschaft (Hapag) gegründet. Die Erfolgsgeschichte der Reederei beginnt Mitte des 19. Jahrhunderts mit der ersten großen Welle der europäischen Auswanderung nach Nordamerika und dem zunehmenden Fracht- und Packetverkehr (Post) mit den USA. Die Hapag war wegen ihrer soliden Geschäftspolitik, die stets vorrangig an Qualität gebunden blieb, gegen die nationale und internationale Konkurrenz erfolgreich. Man setzte weniger auf den Schnelldampferverkehr, sondern eher auf kombinierte Fracht- und Passagierschiffe, deren Kapazität beständig wuchs. Die wenigen schwimmenden Paläste der Hapag, wie die drei Schiffe der „Imperator“-Klasse, waren eher Prestigeobjekte. Kurz vor der Jahrhundertwende erreichte die Gesellschaft unter ihrem Generaldirektor Albert Ballin (1857-1918) die größte Tonnage aller Schifffahrtsgesellschaften.

Als Folge der beiden Weltkriege verlor die Reederei ihre gesamte Flotte. Zweimal musste sie ihren Schiffsbestand und ihre Liniendienste von Null an wieder aufbauen. Wie bereits nach dem Ersten Weltkrieg unternahmen die in einem konkurrierenden Miteinander stehende Hapag und der Norddeutsche Lloyd, Bremen, den Neustart nach 1950 größtenteils gemeinsam. Als gegen Ende der 1960er Jahre der Containerverkehr rasant anwuchs und hohe Investitionen in Container und neue Schiffe erforderte, bündelten beide Reedereien ihre Kräfte. 1970 fusionierten sie zur Hapag-Lloyd AG. Hapag-Lloyd hat sich in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich in ein international organisiertes, modernes, nachhaltig agierendes Unternehmen gewandelt. In ihrem Bestreben um Exzellenz ist sich die Reederei jedoch treu geblieben. Heute zählt der international vernetzte Unternehmensverbund eine Flotte von 250 Containerschiffen, ein jährliches Transportvolumen von zwölf Millionen TEU und über 13.000 Mitarbeiter in 129 Ländern.

Die Sonderausstellung

Das Internationale Maritime Museum Hamburg hat aus seinem Archiv faszinierende und teilweise noch nie öffentlich gezeigte Dokumente und Exponate zusammengestellt, um eine Sonderausstellung zu präsentieren, die der Geschichte einer Hamburger Institution würdig ist. Am Beispiel von Hapag-Lloyd wird die Geschichte der modernen Handelsschifffahrt deutlich. Sie reicht von der Auswanderung nach Nordamerika in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bis zur Globalisierung ab der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.

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Die Sonderausstellung „175 Jahre Hapag-Lloyd“ wird vom 31. Mai bis zum 18. September 2022 auf Deck 1 des Internationalen Maritimen Museum gezeigt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.