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Das Internationale Maritime Museum Hamburg (Kaispeicher B), zwischen Speicherstadt und Hafencity, mit Schiffsschraube am "Night of Licht", 22. Juni 2020.

23. Juni 2020

“Night of Light”: rot für eine Nacht

Das Internationale Maritime Museum Hamburg hat sich in der Nacht vom 22. zum 23. Juni 2020 an der „Night of Light“ beteiligt. Dafür wurde der Kaispeicher B in Rot beleuchtet. Die Aktion sah nicht nur spektakulär aus sondern hatte auch einen ernsten Hintergrund.

Das Internationale Maritime Museum Hamburg (Kaispeicher B), zwischen Speicherstadt und Hafencity, mit Schiffsschraube am "Night of Licht", 22. Juni 2020.
Das Internationale Maritime Museum Hamburg (Kaispeicher B) beleuchtet am “Night of Ligth”

In der Nacht vom 22. auf den 23. Juni wurde im Züge der Aktion “Night of Light” die Fassade des historischen Kaispeicher B am Schnittpunkt zwischen Speicherstadt und HafenCity mit rotem Licht illuminiert. Das Internationale Maritime Museum Hamburg setzt damit ein Leuchtzeichen für ihre Beteiligung an der bundesweit organisierten „Night of Light“. Sie ist ein flammender Appell an die Politik zur Rettung der Veranstaltungsbranche. Diesem großen Wirtschaftszweig ist praktisch über Nacht die Arbeitsgrundlage entzogen worden. Viele Unternehmen kämpfen um ihre Existenz.

Das Internationale Maritime Museum beteiligt sich gemeinsam mit der Gastronomie „CATCH OF THE DAY“ und dem Restaurant „ALTE LIEBE“ im Kaispeicher B.

„Events sind für uns als privates Museum ein ganz wichtiges finanzielles Standbein um den ganzen Museumsbetrieb aufrecht erhalten zu können. Normalerweise finden in unseren Räumen ca. 100 Veranstaltungen pro Jahr statt.“

Peter Tamm, Museumsvorstand.

Seit dem Shutdown im März wurden alle Veranstaltungen abgesagt und es konnten auch keine neuen Events gebucht werden.

Das Museum gehört zu den beliebtesten Eventlocations in Hamburg und bietet auf 5 Veranstaltungsflächen Platz für 10 – 600 Gäste. Die Bandbreite reicht von Firmenevents über Hochzeiten, Jubiläen, Tagungen und Kongressen bis zu Hausmessen und Weihnachtsfeiern.

KAISERIN AUGUSTE VICTORIA von Johannes Holst, Öl auf Leinwand, 147 x 98 cm, 1913 © Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg

18. Juni 2020

Die Kaiserin Auguste Victoria von Joahnnes Holst

Das Bild Kaiserin Auguste Victoria von Johannes Holst wurde bei unserer Online-Führung durch die Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” als Abschluss ausgewählt. Diese beeindruckende Darstellung der Gewalt des Meeres fasst mehrere Aspekte von Holsts Werk zusammen. Dazu Hat Ausstellungskuratorin Petra Giebel folgendes geschrieben.

KAISERIN AUGUSTE VICTORIA von Johannes Holst, Öl auf Leinwand, 147 x 98 cm, 1913
© Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg
Kaiserin Auguste Victoria von Johannes Holst, Öl auf Leinwand, 147 x 98 cm, 1913
© Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg

In diesem beeindruckenden, großformatigen Gemälde von Johannes Holst kämpft sich der Schnelldampfer Kaiserin Auguste Victoria durch die stürmisch bewegte See. Das Schiff wurde 1905 von der HAPAG auf der Vulcan-Werft in Stettin gebaut und war bei seiner Indienststellung das größte Schiff der Welt. Ursprünglich war der Name Europa vorgesehen, aber da bei der Taufe das Kaiserpaar anwesend war und die Kaiserin selbst die Taufe durchführte, wurde das Schiff ihr zu Ehren Kaiserin Auguste Victoria genannt. Wegen der luxuriösen Innenausstattung war der Schnelldampfer bei Nordatlantik-Reisenden sehr beliebt.

Auch bei diesem Gemälde fällt die meisterliche Darstellung der rauen See auf, die – im Vergleich zum Schiff – einen großen Teil des Gemäldes einnimmt. Wie Michael Leek, Autor des Buches „The Art of Nautical Illustration“, schreibt, zeichnet Holst besonders sein Verständnis für die Umgebung aus, in der ein Schiff ‘lebt’: seine Schiffsdarstellungen sind meist kunstvoll unter einem weiten Himmel und inmitten einer grenzenlosen See platziert. Vor allem in der Gestaltung der Meeresoberfläche und der Wolken beeindrucken die Gemälde des Altenwerder Marinemalers immer wieder durch den großen Naturalismus, dem genaueste Naturstudien zu Grunde liegen.

Das Gemälde stammt aus einer Berliner Privatsammlung und ist sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich.


Die Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” wurde in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße vorbereitet. Sie findet von 7. Mai bis zum 16. August 2020 auf Deck 1 statt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.


Cover des Buches "Johannes Holst - Maler der See" (Koehlers Verlagsgesellschaft) von Walter König.

Das Buch zur Ausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (2019, Koehler) wurde von Walter König verfasst und ist im Museumshop und Online erhältlich.


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