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Mit einer beeindruckenden Mehrheit der Nationalversammlung am 14. Juni 1848 in Frankfurt und einem Etat von sechs Millionen Talern begann vor 175 Jahren die Geschichte der deutschen Marinen. Nach dem Scheitern der ersten Flotte 1849 wurden nach und nach acht weitere gegründet. Sie spiegeln die Entwicklung, Fehlentwicklung und die Tragödien deutscher Geschichte wider.

Eine Sonderausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg widmet sich vom 16. Juni bis 5. November 2023 dem aktuellen Thema. Im Blickpunkt stehen Anspruch und Wirklichkeit dieser Marinen in unterschiedlichen Epochen. Ein Großteil der Exponate auf Deck 1 der Institution in der HafenCity wird erstmals gezeigt. Das Motto ist Programm: „Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“.

Deutschland zur See

„Statt falscher Glorifizierung gibt es eine historische Einordnung und einen Überblick über fast zwei Jahrhunderte Seestreitkräfte in Deutschland“,

sagte Museums-Vorstand Peter Tamm bei der Präsentation der Ausstellungspläne. Dazu gehören neben Schiffsmodellen, Urkunden und kaiserlichen Flottentabellen ein Original der Gründungsurkunde der Parlamentsmarine von 1848, das Tagebuch eines Leutnants von anno 1862 sowie die Beschwerde eines „besonderen“ Kadetten aus dem Jahr 1866 an das Bordkommando der „Gazelle“. Gesetzblätter, Gästebücher, Gemälde und Fotos runden eine maritime Attraktion ab.

Weitere Schwerpunkte bilden die Bundesflotte von 1848/49, die Preußische Marine bis 1871 sowie die Kaiserliche Marine zwischen 1872 und 1914. Zuvor, im Frühjahr des Revolutionsjahrs 1848, hatte die konstituierende Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche den Start einer deutschen Marine beschlossen. Die erste gesamtdeutsche parlamentarische Versammlung ließ das Projekt „mit einer an Stimmeneinhelligkeit grenzenden Majorität“ als „Reichsinstitution“ vom Stapel – wie Chronisten festhielten.

Der Erinnerung an historische Tragödien, die mit der Marine des Kaisers, der Reichs- und Kriegsmarine und ihrem Anteil an zwei Weltkriegen verbunden bleiben, wird in der rund 300 Quadratmeter umfassenden Sonderausstellung Raum und Aufmerksamkeit zuteil. Seit 1990 dokumentiert die Deutsche Marine die Neuzeit im Bündnis – und im Frieden.

Zu den Exponaten aus der Anfangsperiode zählen das Bild des 1848 in Dienst gestellten Raddampfers mit Segeln („Preußischer Adler“) und die Korvette „Frankfurt“ der Bundesflotte von 1849. Einen historischen Überblick bietet das zur Ausstellung in einer Neuauflage veröffentlichte Buch des Autors Guntram Schulze-Wegener. Es trägt den Titel des Ereignisses im Maritimen Museum: „Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“.

Die Ausstellungseröffnung

Am Vorabend der Ausstellungseröffnung luden der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christoph Kaack, der Deutsche Marinebund und das Maritime Museum zu einem gemeinsamen Empfang mit gut 400 Gästen, bei dem der Inspekteur der Marine das Grußwort sprach und einen Ausblick auf die zukünftige Strategie der Deutschen Marine gab.

„Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“. 16. Juni bis 5. November 2023. Internationales Maritimes Museum Hamburg, Kaispeicher B, Koreastraße 1, 20457 Hamburg. Täglich 10 bis 18 Uhr.

Der Museumseintritt beinhaltet einen Besuch der Sonderausstellung.

Die Sonderausstellung wurde gefördert von

Freundeskreis des IMMH e.V.

LOEWE MARINE GmbH & Co. KG

Mittler Report Verlag GmbH

WISKA Hoppmann GmbH

Das Buch „Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“

Das Buch „Deutschland zur See. 175 Jahre Marine“ von Historiker Guntram Schulze-Wegener, erschienen im Mittler Verlag, informiert ausführlich über das Thema und ist im Museumsshop erhältlich.

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Internationales Maritimes Museum Hamburg
Kaispeicher B
Koreastraße 1
20457 Hamburg

Tel.: +49 (0)40 300 92 30–0
Fax: +49 (0)40 300 92 30-45
E-Mail: info@imm-hamburg.de

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