IMMH
Fassade der Kaispeicher B. Internationales Maritimes Museum vorübergehend geschlossen.

14. März 2020

Aktueller Hinweis: Museum vorübergehend geschlossen

Fassade der Kaispeicher B. Internationales Maritimes Museum vorübergehend geschlossen.

Liebe Freundinnen und Freunde des Internationalen Maritimen Museums Hamburg:

Im Zuge der Bemühungen, die Verbreitung der aktuellen Pandemie einzudämmen, bleiben wir bis zum 30. April 2020 geschlossen. Auch wenn wir unsere Besucherinnen und Besucher sehr vermissen, gilt hier das Motto der Handelsmarine: “Safety first”. Wir alle können dies gemeinsam unterstützen.

Trotz der temporären Schließung unseres Museums vor Ort, sind wir online immer für euch da. Wir bleiben digital offen für eure Fragen oder Kommentare und arbeiten stärker denn je daran, die Inhalte des Museums online zu euch zu bringen.

Wir freuen uns auf die Wiedereröffnung des Museums am 1. Mai! Und ihr könnt euch auch auf das Ergebnis der Arbeit freuen, die wir in der Zwischenzeit geleistet haben. Unter anderem werden wir dann die Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” eröffnen.

Solltet ihr uns in den kommenden Wochen unterstützen wollen, könnt ihr gerne vorab Eintrittskarten im Onlineshop des Museums kaufen. Die Tageskarten sind unbegrenzt gültig und eignen sich auch hervorragend als Geschenk zu Ostern. Falls ihr Lust auf Literatur habt, unsere Fachbuchhandlung WEDE hat online immer geöffnet. Bestellungen im Shop der Buchhandlung werden wie gewohnt an euch versendet.

Passt aufeinander auf und bleibt gesund. Wir freuen uns auf das Wiedersehen mit euch im Museum!

Maritime Grüße

Euer Museumsteam


Dear friends of the International Maritime Museum Hamburg:

In the course of the efforts to stem the spread of the current pandemic, we remain closed until April the 30th 2020. Even though we miss our visitors, it is more than necessary to follow the motto of the merchant navy: “Safety first”. We can all have to work on this together.

Despite the temporary closure of our museum, we are always there for you online. We remain digitally open for your questions and comments, and are working harder than ever to bring the museum’s content online to you.

We are looking forward to the reopening of the museum on May the 1st! And you can also look forward to the results of the work we have done in the meantime. Among other things, we will then open the special exhibition Johannes Holst – Painters of the Sea.

If you would like to support us in the coming weeks, you are welcome to buy tickets in advance in the museum’s online shop. The day tickets are valid indefinitely and can also be a perfect Easter present. If you are interested in maritime literature, our special interest bookstore WEDE is always open online. Orders in the bookshop will be sent to you as usual.

Take care of each other and stay healthy. We look forward to seeing you again at the museum!

Maritime greetings

Your museum team


Titelbild der Sonderausstellung "Johannes Holst - Maler der See" im Internationalen Maritimen Museum Hamburg. Vollschiff SIAM, erbaut 1889 bei Lange in Bremen-Vegesack für Cordes & Co., Bremen, eingesetzt in der Ranggonfahrt. Holst Zeigt hier, wie bei zunehmendem Wind das Vor-Bramsegel geborgen wirdund der Steuermann Mühe hat, Kurs zu halten (Rangoon war die Hauptstadt der früheren Burm, heute Myanmar). Öl auf Leinwand, 1936. Privatbesitz.

3. März 2020

Johannes Holst, die Sonderausstellung

Johannes Holst gilt als einer der bedeutendsten und talentiertesten deutschen Marinemaler. Das Internationale Maritime Museum Hamburg zeigt in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße die umfangreichste Sonderausstellung, die dem Werk des „Genies aus Altenwerder“ bislang gewidmet wurde. Die Ausstellung wird auf Deck 1 des IMMH vom 30. März bis zum 19. Juli 2020 präsentiert.

Titelbild der Sonderausstellung "Johannes Holst - Maler der See" im Internationalen Maritimen Museum Hamburg. Vollschiff SIAM, erbaut 1889 bei Lange in Bremen-Vegesack für Cordes & Co., Bremen, eingesetzt in der Ranggonfahrt. Holst Zeigt hier, wie bei zunehmendem Wind das Vor-Bramsegel geborgen wirdund der Steuermann Mühe hat, Kurs zu halten (Rangoon war die Hauptstadt der früheren Burm, heute Myanmar). Öl auf Leinwand, 1936. Privatbesitz.

Johannes Holst

Johannes Holst wurde am 22. Oktober 1880 auf der Elbinsel Altenwerder geboren. Er war ein Mann vieler Talente: Musiker, Geigenbauer, Segler, Schiffbauer und vor allem Marinemaler. Zwischen seinem ersten bekannten Werk, welches er als 14-jähriger Autodidakt anfertigte, und seinen Tod 1965 liegen 71 Jahre künstlerischen Schaffens. Die Ausbildung zum Maler absolvierte Holst bei Hinrich Paul Lüdders, der auch seine künstlerischen Interessen förderte. Zu seinen Vorbildern gehörten Anton Melbye (1818-1875) und Carl Wilhelm Hugo Schnars-Alquist (1855-1939), deren Einflüsse sein Werk prägen. Doch zwei Dinge machen die Werke von Johannes Holst einzigartig: die seemännische Detailtreue seiner Schiffsdarstellungen und die beeindruckende Präzision mit der er das Meer portraitierte.

Maler der See

Johannes Holsts Vorfahren lebten vom Hafen und von der Elbe. Sie waren Fischer, Schiffer und Händler. Seine Verbindung zur See kam damit ganz natürlich. Selbst ein leidenschaftlicher Segler, kannte er das Meer genau. Er verstand es wie kaum ein zweiter das Element Wasser auf naturalistische Weise auf Leinwand zu bringen. Ein Betrachter seiner Werke fühlt sich nicht an Land, sondern mit hinaus auf die See genommen. Dieses Gefühl vermitteln besonders seine ca. 70 reinen Seestücke. Neben ihnen, war es vor allem Holsts Faszination für die großen Windjammer, für die Frachtfahrt unter Segeln, welche sein Lebenswerk prägte.

Das Internationale Maritime Museum hat eine umfangreiche Ausstellung in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße vorbereitet. In ihr werden alle Aspekte der Biographie und des künstlerischen Schaffens von Johannes Holst behandelt. Die präsentierten Gemälde, stammen zum Großteil von privaten Leihgebern und sind der Öffentlichkeit sonst nicht zugänglich.


Die Sonderausstellung findet von 30. März bis zum 19. Juli 2020 auf Deck 1 statt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.

Öffentliche Führungen zur Sonderausstellung finden vom 3. April bis zum 17. Juli immer freitags von 14:00 bis 14:30 Uhr statt. Dafür ist keine Voranmeldung nötig.


Das Buch zur Ausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (2019, Koehler) wurde von Walter König verfasst und ist im Museumshop und Online erhältlich.


Im Bild:
Das Vollschiff SIAM, erbaut 1889 bei Lange in Bremen-Vegesack für Cordes & Co., Bremen, eingesetzt in der Rangoonfahrt. Holst Zeigt hier, wie bei zunehmendem Wind das Vor-Bramsegel geborgen wird und der Steuermann Mühe hat, Kurs zu halten (Rangoon war die Hauptstadt des früheren Burma, heute Myanmar). Öl auf Leinwand, 1936. Privatbesitz.