IMMH
Hauptkurator Dr. Stanislaw Rowinski und Praktikant Marc Büttner (Helmut Schmidt Universität) Pflegen die Marineuniformen auf Deck 4. Internationales MAritimes Museum Hamburg.

19. August 2019

Herausgeputzte Marineuniformen

Letzte Woche war viel los auf Deck 4: Die Ausstellung internationaler Marineuniformen wurde sorgfältig gepflegt und dokumentiert. Das hat zum einen konservatorische Gründe, hängt aber auch mit den Zukunftsplänen des Museums zusammen.

Hauptkurator Dr. Stanislaw Rowinski und Praktikant Marc Büttner (Helmut Schmidt Universität) Pflegen die Marineuniformen auf Deck 4. Internationales MAritimes Museum Hamburg.

Eine einzigartige Sammlung

Auf Deck 4 zeigt das Museum eine große Auswahl von Marineuniformen aus der Sammlung von Prof. Peter Tamm. Insgesamt sind es 60 Uniformen aus 38 Ländern. Die älteste gehört zur Preußischen Marine und stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die neueste überreichte vor wenigen Monaten Otto Grossweiler-Puch, Kapitän der Marine von Ururguay dem Museum. Alle Uniformen sind vom Schuhwerk bis zur Kopfbedeckung vollständig. In jeder einzelnen steckt in einer Tasche, soweit bekannt, der Lebenslauf des ehemaligen Trägers. Dies ist eine Tradition, die von Sammler und Museumsgründer Prof. Peter Tamm vor Jahrzehnten eingeführt wurde.

Haustechniker Marko Suchowiecki und Restaurator Frédéric Lebas transportieren Marineuniformen auf Deck 4. Internationales Maritimes Museum Hamburg.

In akribischer Feinarbeit wurde jede Marineuniform von Hauptkurator Dr. Stanislaw Rowinski, Restaurator Frédéric Lebas und Haustechniker Marko Suchowiecki wie für eine Parade aufgearbeitet. Volle zwei Tage nahm die konservatorische Arbeit in Anspruch.

Zukunftspläne für die Marineuniformen

Bevor die Uniformen zurück in ihre Vitrine kamen, wunde jede einzelne im Detail von Fotograf Alan Ginsburg aufgenommen. Hierfür wurde extra ein Fotostudio auf Deck 4 eingerichtet. Die aufgenommenen Bilder dienen nicht nur der internen Dokumentation des Museums. Vielmehr ist es ein weiterer Schritt, das Informationssystem für unsere Besucher noch mehr zu modernisieren, erweitern und verbessern.

Alan Ginsburg fotografiert Marineuniformen auf deck 4. Internationales Maritimes Museum Hamburg.

Das Team des Museums arbeitet derzeit an einem digitalen System, das unseren Besuchern ermöglichen wird, noch tiefer in die Geschichte der Marineuniformen einzutauchen. Die Bilder von Alan Ginsburg werden es möglich machen, auch außerhalb der Vitrine selbst die kleinsten Details der Uniformen zu betrachten und verstehen. Die inhaltliche Neuerfassung der Exponate wird zur Zeit mit der wertvollen Unterstützung von Marc Büttner, Praktikant aus der Helmut Schmidt Universität, realisiert. Unsere Besucher dürfen schon jetzt auf die Ergebnisse gespannt sein, wenn das zweisprachige System in naher Zukunft in die Ausstellung integriert wurde.

1. August 2019

Hamburgs maritimes Herz hautnah erleben

Am 21. September 2019 haben Sie die einmalige Gelegenheit, einen unvergesslichen Tag in Hamburgs maritimen Herz zu erleben. Sie erhalten exklusive Einblicke in das seemännische Leben der Hansestadt und dessen Geschichte.

Die Hafenfähre Grosse Michel fährt gegen Sonnenuntergang im Hamburger Hafen am Werft von Blohm und Voss vorbei.

Die Fahrt…

Wir begeben uns auf eine Reise tief in Hamburgs maritimes Herz. Das Internationale Maritime Museum Hamburg und das Eventschiff “Grosser Michel” haben sich zusammen getan, um mit Ihnen auf Fahrt durch die spannende und vielseitige Geschichte der Hansestadt zu gehen. Ab 10:00 Uhr heißt es “Leinen los!”

Der Reisepreis beinhaltet einen Eintritt in das Internationale Maritime Museum Hamburg inklusive einer Vorführung am Schiffsführungssimulator. Außerdem kommen Sie in den Genuss einer einstündigen Hafenrundfahrt mit der ehemaligen Hafenfähre “Grosser Michel”. Auf der Fähre verköstigen wir Sie mit einem kleinen Imbiss. Der Preis beinhaltet außerdem noch eine € 5,– Spende an die Seenotretter. Der online Vorverkauf der stark limitierten Plätze hat gerade begonnen. Wer sich die € 6,– Vvk.-Gebühren sparen möchte, kann die Karten auch direkt am Liegeplatz der “Grosser Michel” erwerben:
Am Sandtorkai 77, 20457 Hamburg

Die Hamburger Hafen gibt es im Internationalen Maritimen Museum Hamburg als Diorama im Maßstab 1:1250 auf Deck 9.

…im maritimen Herzen Hamburgs.

Das Internationale Maritime Museum Hamburg ist im denkmalgeschützten Kaispeicher B untergebracht. Mit der Sammlung Peter Tamm werden auf neun Ausstellungsdecks 3000 Jahre Schifffahrtgeschichte erlebbar gemacht. Dabei nimmt die reiche maritime Geschichte Hamburgs einen besonderen Platz in der Ausstellungen ein.

Eine Besucherin des Internationalen Maritimen Museum Hamburg manövriert ein riesen Containerschiff am Schiffsführungssimulator.

Der Schiffsführungssimulator, der von Rheinmetall gebaut und dem Museum von Hapag-Lloyd geschenkt wurde, ist ein Highlight der Ausstellung. Am 16. August 2013 war die Jungfernfahrt. Eine Crew aus etwa 30 erfahrenen Kapitänen und Lotsen betreut den Simulator und führt den Besucherinnen und Besuchern des Museums das Navigieren und Manövrieren eines Containerriesen in den Hamburger Hafen live vor. Es besteht auch die Möglichkeit, sich selbst am Simulator zu testen.

Ein Sammelschiffchen der Seenotretter im Eventschiff Grosse Michel.
€5,– werden pro Karte an die Seenotretter gespendet.

Der Name der bereits aus dem Dienst genommenen Hafenfähre, mit der wir auf Hafenrundfahrt gehen, lautet “Grosser Michel”. Das Schiff wurde 1955 bei Johannes Oelkers gebaut und ist selbst Teil der Hamburger Hafengeschichte. Das dieselelektrisch angetriebene Schiff wurde für die HADAG gebaut. Die “Grosser Michel” diente bis 1991 dem öffentlichen Dienst. Danach wurde sie in ein Hotel- und Eventschiff umgebaut und ist als solches immer noch aktiv.

Während unserer einstündigen Hafenrundfahrt werden wir unter anderem am Museumshafen Övelgönne vorbeikommen und anschließend im Parkhafen den großen Containerschiffen beim Be- und Entladen zusehen.

Fahren Sie mit!