IMMH
Verschiedene Schiffsmodelle: Schlepper, Barkasse und Segelschiffe. Modellbau Projekte gebaut und ausgestellt in der Modellbauwerkstatt des Internationalen Maritimen Museum Hamburg.

17. September 2020

Die Modellbauwerkstatt des Museums sucht Verstärkung

Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Modellbauwerkstatt des Museums suchen derzeit Mitstreiter. Wer gerne Teil einer der wichtigsten Standbeine des IMMHs werden möchte – und die dazu nötige Erfahrung, Begeisterung mitbringt – kann sich ab jetzt bei uns bewerben.

Verschiedene Schiffsmodelle: Schlepper, Barkasse und Segelschiffe. Modellbau Projekte gebaut und ausgestellt in der Modellbauwerkstatt des Internationalen Maritimen Museum Hamburg.

Die Werkstatt im Herzen der Ausstellung

Die Modellbauwerkstatt ist ein fester Bestandteil des Internationalen Maritimen Museums Hamburg. Ihre Entstehung war für Museumsgründer Prof. Peter Tamm ein persönliches Anliegen: die Pflege der Modelle seiner Sammlung und das Ausüben der Modellbaukunst sollten nicht hinter den Kulissen des Museums stattfinden, sondern direkt im Herzen der Ausstellung. Dort hat sich die Modellbauwerkstatt nicht nur als Anlaufstelle für unsere Besucher etabliert, sondern auch als ein Ort, an dem zahlreiche Museumsprojekte realisiert werden. Darum ist die Werkstatt nur durch eine Glaswand von der Ausstellung getrennt, und die Tür dazwischen, wenn möglich, für unsere Besucher offen.

Die Kollegen der Modellbauwerkstat leisten im Maritimen Museum eine unverzichtbare und geschätzte Arbeit. Sie tragen zur Erhaltung und Erweiterung der Sammlung Peter Tamm bei, und haben dazu die Chance, ihre eigenen maritimen Modellbauprojekte zu verwirklichen.

Die Modellbauwerkstatt des IMMH sucht ehrenamtliche Mitarbeiter

–          Sind sie maritim interessiert?

–          Bringen Sie Erfahrungen im Modellbau bzw. handwerkliches Geschick mit?

–          Haben Sie Interesse Reparatur- und Restaurierungsarbeiten alleine oder im Team auszuführen?

–          Haben Sie Interesse an persönlichen Gesprächen mit den Museumsbesuchern?

–          Haben Sie Interesse an besonderen Veranstaltungen des Museums aktiv mitzuwirken?

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, Mitglied im Team zu werden, bewerben Sie sich bei:

Annette Moritz / a.moritz@imm-hamburg.de

Der Kaispeicher B - Heute das Internationale Maritime Museum Hamburg - in die 1960er Jahre.

11. September 2020

Der Kaispeicher B, Maritimes Denkmal

Der Kaispeicher B, Heimat unseres Museums, ist ein Denkmal zur Maritimen Geschichte der Hansestadt Hamburg. Während der vergangenen 140 Jahre hat er die zahlreichen Veränderungen des „Tors zur Welt“ miterlebt. Am Tag des offenen Denkmals 2020 möchten wir die Geschichte des Kaispeichers kurz Revue passieren lassen.

Der Kaispeicher B - Heute das Internationale Maritime Museum Hamburg - in die 1960er Jahre.
Der Kaispeicher B in die 1960er Jahre.

Um den Kaispeicher B wurde am Ende der 19. Jahrhundert die Hamburger Speicherstadt gebaut. Über 100 Jahre später kam die HafenCity dazu. Doch an dem Gebäude selbst hat sich seit 1879 äußerlich nicht viel verändert. Bei den Innenräumen ist es jedoch etwas anders: ursprünglich als Silo- und Bodenspeicher ausgeführt, wurde das Gebäude bereits 1884 zu einem reinen Bodenspeicher umgebaut. Seit dem 25. Juni 2008 beherbergt der renovierte Kaispeicher B das Internationale Maritime Museum Hamburg.

Mit dem Entwurf des Kaispeichers B beauftragte die Silospeicher-Kommandit-Gesellschaft J.W. Boutin die renommierten Hamburger Architekten Bernhard Georg Jakob Hansen und Wilhelm Emil Meerwein. Das Gebäude wurde zwischen 1878 und 1879 in dem damals im norddeutschen Raum populären architektonischen Stil der Hannoverschen Schule errichtet, seine dekorativen Elemente wurden im neogotischen Stil ausgeführt.

1881 schloss sich die Hansestadt Hamburg dem Deutschen Zollverein an und am 15. Oktober 1888 wurde der Freihafen eröffnet. Ab diesem Zeitpunkt konnten Importgüter in Hamburg nur noch innerhalb des Freihafens zollfrei gelagert werden. Das Gebäude befand sich nun in bester Lage. Eine Besonderheit bestand darin, dass sogar eine direkte Verbindung des Gebäudes zur Hamburger Hafenbahn bestand. 

Um 1890 kaufte die Stadt Hamburg der Firma Boutin das Gebäude ab. Seit diesem Zeitpunkt wurde es einfach „Kaispeicher B“ genannt. Der Name lehnte sich an den „Kaispeicher A“ an, der zwischen 1875 und 1963 dort stand, wo heute die Elbphilharmonie steht. Während des 2. Weltkrieges wurde die Speicherstadt zu über 50 Prozent durch Bombenangriffe zerstört. Ihr Wiederaufbau dauerte bis 1967. Der Kaispeicher B wurde dabei erstaunlicherweise von den Bomben verschont und diente bis 2003 weiter als Lagerhaus.

Der Kaispeicher B wurde im Jahr 2000 als ältestes noch erhaltenes Speichergebäude des Hamburger Hafens unter Denkmalschutz gestellt. Zwischen 2004 und 2008 wurde das Gebäude sorgfältig und mit großem Respekt vor der alten Bausubstanz restauriert und im Inneren für die Nutzung als Museum durch die Peter Tamm Sen. Stiftung ausgebaut. Das Projekt wurde nach Pläne der Architektin Mirjana Markovic-Ronai von der Otto Wulff Bauunternehmung mit Mitteln der Stadt Hamburg durchgeführt. Am 25. Juni 2008, kaum später als ursprünglich geplant und ohne das Projektbudget um einen Cent überschritten zu haben, wurde das Internationale Maritime Museum feierlich eröffnet.

Seit nunmehr über 12 Jahren erzählt der Kaispeicher B seinen Besuchern anhand der größten privaten maritimen Sammlung der Welt die Geschichte der Seefahrt. Museumsgründer Prof. Peter Tamm sagte über den Kaispeicher B, er sei der ideale Ort für seine Sammlung.