IMMH
Flucht übers meer Sonderausstellung Ausstellung Internationales Maritimes Museum Hamburg 5. Juni 2019 2. Februar 2020 Flüchtlinge Refugees Balseros Boat People Schifffahrt special exhibition

22. Mai 2019

Flucht übers Meer – die Sonderausstellung

Flucht übers Meer ist hochaktuell, aber es gab sie schon in allen Zeiten. In 11 Themen aus Europa, Afrika, Asien und Amerika lenkt die Ausstellung den Blick auf Fluchtgründe, maritime Dramen und Geflüchtete – von Troja bis Lampedusa.

Flucht übers meer Sonderausstellung Ausstellung Internationales Maritimes Museum Hamburg 5. Juni 2019 2. Februar 2020 Flüchtlinge Refugees Balseros Boat People Schifffahrt special exhibition

Flucht übers Meer. 5. Juni 2019 – 2.Februar 2020

Seit Jahren schon ist das Thema Flucht in Europa medial allgegenwärtig. Mit dieser Sonderausstellung möchte das Internationale Maritime Museum etwas bieten, was oft in den hitzigen Diskussionen über dieses Phänomen fehlt: die historische Perspektive. Denn Flucht übers Meer ist ein immer wiederkehrendes Ereignis in der Geschichte der Menschheit. Seit der Antike haben sich Menschen aufs Wasser gerettet, um in eine bessere Welt zu gelangen. Meistens riskieren sie dabei ihr Leben. Oft verlieren sie ihre Habe und Angehörige. Die Motive dafür sind vielseitig, genauso wie die Schicksale der Flüchtenden.

Von Troja bis Lampedusa

Diese Geschichten erzählen uns von dramatischen Ereignissen, großen menschlichen Leistungen und schrecklichen Tragödien, die sich auf den Weltmeeren abgespielt haben. Die Sonderausstellung Flucht übers Meer nähert sich dem Geschehen und den damit verbundenen Hintergründen durch die Darstellung von elf Themen. Anhand von historischen Exponaten, sorgfältig recherchierten Dokumenten und Erfahrungsberichten wirft die Ausstellung einen vielschichtigen Blick auf die Geschichte der Flucht.

Diese startet in der Antike mit der mythischen Flucht des Aeneas aus Troja. Neben dem legendären Gehalt dieser Dichtung gibt es einen Kern, der auf frappierende Weise zeitlos wirkt. Die Besucher der Ausstellung begegnen dann den 1620 nach Nordamerika flüchtenden englischen Puritanern, die als „Pilgrim Fathers“ bekannt wurden. Sie erfahren von der Hungerflucht der Iren um 1850, von Fluchtwellen, die die nationalsozialistische Diktatur und der Zweite Weltkrieg verursachten, von der „Republikflucht“ aus der DDR über die Ostsee, vom Schicksal der vietnamesischen „Boat People“ und von kubanischen „Balseros“. Zum Abschluss wird die gegenwärtige Fluchtbewegung über das Mittelmeer dargestellt.

Bei der Einordnung und Beurteilung des heutigen Geschehens kann der Blick in die Vergangenheit die Perspektive weiten. Das ist eines der Anliegen dieser Ausstellung.

Die Sonderausstellung ist vom 5. Juni 2019 bis zum 2. Februar 2020 auf Deck 1 des Internationalen Maritimen Museums zu sehen und im Eintrittspreis enthalten.

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17. Mai 2019

“Polarstern” und “Queen Mary” 2: Videochats in der Langen Nacht der Museen Hamburg 2019

Zwei Videochats werden unter den Programmhiglights der “Very British” Lange Nacht der Museen Hamburg 2019 (am Samstag den 18. Mai) im Internationalen Maritimen Museum stehen. Unsere Besucher haben am Abend die Chance, sich mit den Meeresforschern an Bord des Eisbrechers “Polarstern” zu unterhalten. Kurz danach steht ein Gespräch mit Stephen Payne, Marinearchitekt und verantwortlich für das Design des Ocean Liners “Queen Mary 2”, auf dem Plan.

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Live-Schaltung zum Forschungseisbrecher „Polarstern“

Videochat in der KDM-Lounge auf Deck 7, um 22:00 Uhr

Ein internationales Forscherteam, unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Bohrmann vom Bremer MARUM ist zurzeit auf Expedition mit dem Forschungseisbrecher „Polarstern“. Ziel der Fahrt: die Suche nach heißen und kalten Quellen am Meeresboden rund um Südgeorgien und den Südsandwich Inseln. Dafür setzen die Forscher den Tauchroboter MARUM-QUEST erstmals in antarktischen Gewässern ein.

Der britische Entdecker James Cook nahm die sub-antarktische Insel Südgeorgien 1755 für England in Besitz. Die Gewässer rund um Südgeorgien und den Südsandwich Inseln gehören zu den stürmischsten Seegebieten unserer Erde. Hier zu forschen und zu navigieren verlangt höchste Präzision und eine exakte Vorbereitung. Der britische Polarforscher Ernest Shackleton konnte sich mit einem kleinen, hölzernen Boot nach Südgeorgien retten, nachdem sein Schiff, die „Endurance“, im Eis brutal zermalmt worden war und er seine Mannschaft auf Elephant Island zurücklassen musste, um Hilfe zu holen.

Während der „Langen Nacht der Museen“ schalten wir live zum Forschungseisbrecher „Polarstern“, der dann – sofern das Wetter mitspielt – vor Saunders Island sein wird. Die vulkanische Insel ist die drittgrößte der elf Südsandwich Inseln, die von Norden nach Süden in einem Bogen parallel zum Südsandwich-Tiefseegraben aufgereiht sind. Während die nördlichen Vulkaninseln mit russischen Namen von Admiral Fabian Gottlieb von Bellingshausen entdeckt wurden, hat James Cook die südlichen Inseln entdeckt und mit britischen Namen versehen.

„Polarstern“-Kapitän Moritz Langhinrichs von der Reederei F. Laeisz und Expeditionsleiter Prof. Dr. Gerhard Bohrmann vom Bremer MARUM sowie die Biologin Katrin Linse vom „British Antarctic Survey“ werden in der Live-Schaltung von Bord berichten und Fragen der Museumsbesucher beantworten.

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Er hat die Queen Mary 2 entworfen

Videochat in der KDM-Lounde auf Deck 7, um 23:00 Uhr

Der Londoner Stephen Payne ist Marinearchitekt. Viele werden seinen Namen nicht kennen, doch alle Hamburger kennen und lieben sein Meisterwerk: Cunards Ocean Liner “Queen Mary 2”. Es ist ein Schiff wie kein anderes. Und das, weil Mr. Payne kein Kreuzfahrtschiff, sondern einen zeitgenössischen Transatlantik Liner entwerfen wollte. Dafür setzte er nicht nur sein technisches Können und Mut zur Innovation ein, sondern auch sein enzyklopädisches Wissen über die Geschichte der Schifffahrt.

Stephen Payne ist ein guter Freund des Internationalen Maritimen Museum Hamburg. Er fährt regelmäßig und gerne auf der “Quen Mary 2”, und besucht daher Hamburg und das IMMH oft. Als er erfuhr, dass wir die Lange Nacht der Museen unter dem Motto “Very British” veranstalten werden, schlug er ein Online-Gespräch mit uns und unseren Besuchern vor.

Wir freuen uns außerordentlich auf beide Videochats und sind gespannt auf die Fragen unserer Besucher. Die Gespräche werend Live über das Instagram Account des Museums gestreamt.