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15. August 2022

Willkommen an Bord! / Welcome aboard!

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29. November 2022

Die Malizia – Seaexplorer im Museum

Profisegler Boris Herrmann hat ein spektakuläres Modell seiner Malizia – Seaexplorer an das Internationale Maritime Museum Hamburg übergeben. Es war eine Freude, ihn zu treffen und etwas über die Architektur seiner neuen Segelyacht und sein persönliches Engagement bei der Entwicklung von nachhaltigen Lösungen für die Schifffahrt zu erfahren. Wir bedanken uns bei Boris Herrmann, dem Team Malizia und Kuehne+Nagel für die Möglichkeit, die Seaexplorer in unseren Ausstellungen zu präsentieren.

Museumsdirektor Peter Tamm und Team Malizia Segler Boris Herrmann an beiden Seiten des Modells der Segelyacht Malizia Seaexplorer, auf Deck 9 des Internationalen Maritimen Museum Hamburg.
Museumsdirektor Peter Tamm und Segler Boris Herrmann an beiden Seiten des Modells der Segelyacht Malizia Seaexplorer, auf Deck 9 des Museums.

Es ist das neueste, sportlichste und innovativste Schiffsmodell in der Sammlung des Internationalen Maritimen Museums Hamburg – die „Malizia – Seaexplorer“. Am Montag übergab Boris Herrmann persönlich das 160 cm hohe und 110 cm lange Schiffsmodell an Museumsvorstand Peter Tamm. Kurz vorher war der Skipper aus Pointe-à-Pitre auf Guadeloupe zurückgekehrt. Hier hatte das Original der Rennyacht auf der 3542 Seemeilen langen Regatta „Route du Rhum“ gerade seine Feuertaufe bestanden und Boris Herrmann damit die Qualifikation der „Vendée-Globe“ erreicht. An der Soloweltumseglung will Herrmann in zwei Jahren zum zweiten Mal teilnehmen.

Auf Deck 9 des Maritimen Museums steht das Bootsmodell der „Malizia – Seaexplorer“ nicht nur als Beispiel einer modernen, innovativen Rennyacht, sondern auch als Botschafterin für den Umweltschutz auf den Meeren der Welt. Es ist Teil der Ausstellungsfläche des Hamburger Logistikunternehmens Kuehne+Nagel, das hier neben den Ausstellungen einiger Reedereien exemplarisch die Welt der Logistik auf See präsentiert. Seit Jahren entwickelt Kuehne+Nagel Lösungen, die dazu beitragen können, den durch Logistikdienstleistungen und Transport verursachten CO2- Fußabdruck weltweit zu reduzieren.

Das Modell der neuen Segelyacht Malizia - Seaexplorer von Boris Hermann ist dauerhaft auf Deck 9 des Internationalen Maritimen Museums Hamburg ausgestellt.

Das Projekt Seaexplorer

Die dafür entwickelte digitale Plattform „seaexplorer“ visualisiert den CO2-Ausstoß von Seefrachtschiffen weltweit und ermöglicht so seinen Kunden, den Service mit dem geringsten CO2-Ausstoß zu wählen. Unter dem Motto „A Race We Must Win – Climate Action Now!“ besteht seit einigen Jahren eine Partnerschaft zwischen Kuehne+Nagel, Hapag-Lloyd, MSC, der Zurich Versicherung, Schütz, EFG International, dem Yacht Club de Monaco und dem Team Malizia. Da das Team Malizia aktiv den Klimawandel erforscht, wurde die neue Segelyacht in Hamburg auf den Namen „Malizia – Seaexplorer“ getauft. Während das Team Malizia an Regatten teilnimmt, misst es u.A. den CO2-Gehalt des Ozeans mit ihrem bordeigenen Mini-Labor und schickt diese Daten an Meeresforscher.

„In dieser Partnerschaft geht es um mehr als nur das Segeln, so Boris Herrmann. „Wir erleben den Klimawandel auf dem Meer aus erster Hand. Man kann nicht reduzieren, was man nicht messen kann“. Museumschef Peter Tamm freut sich über das neue Ausstellungsobjekt und hofft damit auch die Besucher des Maritimen Museums für das Thema Umweltschutz auf den Meeren zu sensibilisieren.

Das Modell der neuen Segelyacht Malizia - Seaexplorer von Boris Hermann ist dauerhaft auf Deck 9 des Internationalen Maritimen Museums Hamburg ausgestellt.

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5. November 2022

Uwe Seeler maritim

Der große Hamburger Uwe Seeler wäre am 5. November 2022 86 Jahre alt geworden. Leider ist „uns Uwe“ im vergangenen Juli verstorben. Mit ihm verliert die Welt einen der größten Fußballer aller Zeiten und unsere Stadt eine ihrer schillerndsten Persönlichkeiten. Zufälligerweise sind wir gerade diese Woche bei der Aufarbeitung weiterer Teile des historischen Archivs der Reederei Hamburg Süd auf eine faszinierende Erinnerung an ihn gestoßen.

Uwe Seeler beim Treffen mit der Besatzung des Hamburg Süd Stückgutfrachters Cap San Lorezo im Hamburger Hafen am 7. Juni 1974.

Die lange und erfolgreiche Fußballkarriere von Uwe Seeler, sowohl national als auch international, sollte jedem Fan dieser Sportart bekannt sein. Er war darüber hinaus ein vorbildlicher Hamburger. Die hanseatische, bodenständige, aufrichtige und sympathische Art, die er während seiner sportlichen Karriere und darüber hinaus an den Tag legte, hat ihm die Liebe vieler Menschen eingebracht. Das gilt nicht nur für die Fans des HSV, für den er schon als 10-Jähriger zu spielen begann und dem er bis zu seinem Rücktritt 1972 die Treue hielt. Und das trotz mehrerer verlockenden Angebote von internationalen Spitzenmannschaften.

Neben einer erstaunlich langen Liste von sportlichen Auszeichnungen und Ehrungen glänzte Uwe Seeler auch in anderen Bereichen des Lebens. So wurde er 2003, 30 Jahre nach seinem Abschied von den Fußballplätzen, zum Ehrenbürger der Freien und Hansestadt Hamburg ernannt. Und weil er ein Hamburger war, hatten einige dieser Ehrungen mit der Schifffahrt zu tun. So wurde er 1982 zum Ehren-Schleusenwärter der Alster ernannt – eine Ehre, die er mit unserem Gründer Prof. Peter Tamm teilte. 1986 wurde er zum Ehrenkapitän des Hamburger Hafens ernannt und 2008 zum Ehrenkapitän des Museumsschiffs Rickmer Rickmers.

Die Geschichte hinter diesen Bildern aus unserem Archiv erzählt von einer weniger bekannten und anekdotischen Ehrung: Am 4. Juni 1974 wurde er zum 4. Offizier an Bord der Cap San Lorenzo ernannt, dem schönen Schwesterschiff der Cap San Diego, das 1961 in Hamburg auf der Deutschen Werft gebaut worden war. Aber lassen wir die Pressemitteilung, die die Hamburg Süd zu diesem Anlass herausgab, die Geschichte erzählen.

Uwe Seeler beim Treffen mit der Besatzung des Hamburg Süd Stückgutfrachters Cap San Lorezo im Hamburger Hafen am 7. Juni 1974.

„Uwe Seeler gab den Anstoß zur Fußball-WM auf hoher See“

„Prominenten Besuch konnten Kapt. Diether v. Massenbach und seine Besatzung am 7. Juni 1974 auf dem Frachtschiff und seine Besatzung am 7. Juni 1974 auf dem Frachtschiff „Cap San Lorenzo“ begrüßen; Uwe Seeler, viele Jahre Kapitän der deutschen Fußball-Nationalelf und als „Uns Uwe“ zu einem festen Begriff in der Geschichte des deutschen Fußballs geworden, kam mit seiner charmanten Gattin Ilka an Bord, um den Anstoß zum Kassetten-Fern-sehen auf hoher See zu geben. Die „Cap San Lorenzo“ Ist das letzte der aus sechs Einheiten bestehenden Serie schneller Frachtschiffe der Hamburg Süd, die eine ganz besondere Attraktion für die Besatzung erhielten: ein Farbfernsehgerät mit Video-Recorder. Mit Ihm werden die Seeleute nicht nur Theaterstücke und Filme, Unterhaltungssendungen und Krimis vom Kassetten-Fernsehen genießen können, sondern auch besondere sportliche Ereignisse.
Mit der Einrichtung des Kassetten-Fernsehens tat die Reederei einen weiteren Schritt, das Freizeitangebot Für die Menschen an Bord Ihrer Schiffe sinnvoll zu gestalten und weit zu fächern.
Kapt. v. Massenbach erkannte seinen Gast zum „4. Offizier ehrenhalber“ und schenkte Ihm als Zeichen seiner neuen Würde eine Offiziersmütze. Uwe revanchierte sich mit einem von ihm signierten Fußball für die Bord-Fußballmannschaft.“

Hamburg Süd, Juni 1974.
Uwe Seeler beim Treffen mit der Besatzung des Hamburg Süd Stückgutfrachters Cap San Lorezo im Hamburger Hafen am 7. Juni 1974.

Das Team des Internationalen Maritimen Museums Hamburg behält „uns Uwe“ in bester Erinnerung und unser Beileid gilt seiner Frau Ilka, seinen Angehörigen und allen, die wie wir seine Fans waren.