IMMH
Johannes Holst im Hamburger Hafen: „Heimkehr der 1924 bei Blohm & Voss gebauten Monte Sarmiento von der Jungfernfahrt“, Öl auf Leinwand, 145 x 90 cm, 1925 (© Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg)

9. Juli 2020

Johannes Holst in den Hamburger Hafen

Genauso eindrucksvoll wie er uns mit auf die hohe See nimmt, versetzt uns Johannes Holst in den Hamburger Hafen. Das außergewöhnliche Talent des Marinemalers wird bis zum 16. August in der Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” auf Deck 1 des Internationalen Maritimen Museum Hamburg in seiner ganzen Vielfalt präsentiert.

Johannes Holst in den Hamburger Hafen: „Heimkehr der 1924 bei Blohm & Voss gebauten Monte Sarmiento von der Jungfernfahrt“, Öl auf Leinwand, 145 x 90 cm, 1925 (© Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg)
Johannes Holst in den Hamburger Hafen: „Heimkehr der 1924 bei Blohm & Voss gebauten Monte Sarmiento von der Jungfernfahrt“, Öl auf Leinwand, 145 x 90 cm, 1925 (© Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg)

Rückkehr der Monte Sarmiento in den Hamburger Hafen

Hauptmotiv dieses lebhaften Hafenpanoramas ist die Monte Sarmiento der Hamburg-Süd. Sie war bei Ihrer Indienststellung das größte Motorschiff der Welt und das erste der fünf Schwesterschiffe der Monte-Klasse, die Hamburg Süd in den zwanziger Jahren bauen ließ, um den Passagier- und Frachtverkehr nach Südamerika und Fernost abzudecken. Autor König beschreibt das Gemälde in seiner Publikation über Johannes Holst:

„Die Monte Sarmiento läuft 1924 bei Blohm & Voss vom Stapel und kehrt 1925 von der Jungfernfahrt aus Südamerika zurück. Der Maler wählt als Standpunkt wieder die Mitte der Elbe, nimmt uns mit hinaus aufs Wasser, wir sehen die Türme der Stadt und am gegenüberliegenden Ufer die Schiffswerften. Der kräftige Westsüdwest weht gegenläufig zur Tide mit etwa Windstärke sechs und lässt die markanten Wellenformen entstehen, die es nur in dieser Situation gibt. Während die Monte Sarmiento in langsamer Fahrt zur Überseebrücke geleitet wird, streben die Schlepper von Lütgens & Reimers, links, und Petersen & Alpers, rechts, mit voller Kraft in Richtung Unterelbe (…).“

Eindrucksvoll hat Holst die Bugwellen der Schlepper dargestellt, auch die kleinen, hellen Rauchwolken des linken Schleppers sind ein reizvolles Element im Vordergrund bevor der Blick der Monte Sarmiento folgend in Richtung der Türme Hamburgs geht.

Das Gemälde ist eine private Leihgabe und sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich.

Die Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” wurde in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße vorbereitet. Sie findet von 7. Mai bis zum 16. August 2020 auf Deck 1 statt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.


Cover des Buches "Johannes Holst - Maler der See" (Koehlers Verlagsgesellschaft) von Walter König.

Das Buch zur Ausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (2019, Koehler) wurde von Walter König verfasst und ist im Museumshop und Online erhältlich.


Blogbeiträge:

Die Führungen im Museum sind zurück! Ab Sonntag, 12. Juli heißt es wieder "Leinen los!" am Schiffsführungssimulator auf Deck 1 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg.

6. Juli 2020

Die Führungen im Museum sind zurück!

Wir freuen uns sehr, wieder Führungen im Museum anbieten zu dürfen! Für mehrere Monate mussten unsere beliebten Führungen für Gruppen leider pausieren. Ab 13. Juli 2020 ist es uns aber möglich, die öffentlichen Führungen im Museum wieder anbieten zu können. Exklusive Grüppenführungen können ab sofort wieder bei uns Gebucht werden.

Die Führungen im Museum sind zurück!  Ab Sonntag, 12. Juli heißt es wieder "Leinen los!" am Schiffsführungssimulator auf Deck 1 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg.
Ab Sonntag, 12. Juli heißt es wieder “Leinen los!” am Schiffsführungssimulator auf Deck 1 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg.

Führungen im Museum

Ab 13. Juli bietet das Internationale Maritime Museum Hamburg wieder Führungen an. Bis zu zehn Teilnehmer werden über die neun Decks des Museums geführt und gehen auf Entdeckungstour durch 3.000 Jahre Schifffahrtsgeschichte.

Die öffentlichen Führungen finden am Dienstag (11.00 – 12.00 Uhr) und am ersten Sonntag im Monat statt (12.00 – 13.00 Uhr), die beliebten Highlight-Führungen jeweils donnerstags (15.00 – 16.00 Uhr) im Juli und August.

Freitags gibt es eine Führung durch die Sonderausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (bis 14. August, 14.00 – 14.30 Uhr).  

Die exklusiven Gruppenführungen werden ebenfalls wieder aufgenommen, diese sind derzeit ausschließlich über das Maritime Museum buchbar.

„Leinen los“ am Schiffsführungssimulator

Für alle Schifffahrtsfreunde, die gern selbst das Ruder in die Hand nehmen, wird der Schiffsführungssimulator ab dem 12. Juli wieder in Betrieb genommen. „Leinen los“ heißt es jeweils sonntags. In der Zeit von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr finden drei Fahrten á 30 Minuten statt. Auch hier können sich bis zu 10 Teilnehmer vor dem Simulator aufhalten.

Alle Teilnehmer melden sich an der Museumskasse an und füllen dort ein Kontaktformular aus. Bei großem Andrang geht es nach der Reihenfolge der Anmeldungen.