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U96 Realität und Mythos, die Geschichte von "Das Boot" im Internationalen Maritimen Museum Hamburg.

4. Dezember 2019

U 96 Realität und Mythos, der Vortrag

„U 96 Realität und Mythos“ hat Gerrit Reichert sein neues Werk betitelt. In seine Recherche hat der Bremer Journalist spannende neue Fakten um die Geschichte von “Das Boot” ans Licht gebracht. Am kommenden 9. Dezember ab 19:00 Uhr wird der Autor die Fakten persönlich im Internationalen Maritimen Museum erläutern.

Das U 96, als Modell auf Deck 6 des Internationales Maritimes Museum Hamburg. Das Uboot ist der dritte Protagonist der Vortrag "U 96 Realität und Mythos".

“Das Boot” ist ein Jahrhundertstoff. Der Bestseller Lothar-Günther Buchheims erreichte eine Auflage von drei Millionen Büchern (ab 1973), der Film das Vielfache an Zuschauern (ab 1981). Eine gleichnamige Staffel von Sky / Bavaria Fiction setzt den Erfolg des U-Boot-Genres im Dezember im ZDF und im Frühjahr bei Sky fort.

Vortrag „U 96 Realität und Mythos“

In seinem Vortrag „U 96 Realität und Mythos“ durchleuchtet der Bremer Journalist Gerrit Reichert die Stoffgeschichte von U 96 und seiner wichtigsten Personen, dem in Bremen geborenen „Alten“ und späteren Kapitäns des deutschen Atomforschungsschiffes „OTTO HAHN“, Heinrich Lehmann-Willenbrock, und Lothar-Günther Buchheim. Der Vortrag ist eine Zeitreise durch die wahre Geschichte des Bootes und der 44jährigen Freundschaft zwischen Lehmann-Willenbrock und Buchheim, die am Ende zerbrach. Der Grund liegt in der großen Diskrepanz zwischen dem, was wirklich war und dem, was Lothar-Günther Buchheim daraus formte. Das Internationale Maritime Museum freut sich auf den Vortrag von Autor Gerrit Reichert am 9. Dezember ab 19:00 Uhr.

Das Buch

Das Buch "U 96 Realität und Mythos" (Mittler Verlag).
Das Buch “U 96 Realität und Mythos” (Mittler Verlag).

Heinrich Lehman-Willenbrock und Lothar-Günther Buchheim. Der Kommandant und der Angehörige einer Propaganda-Kompanie (“PK”) der Kriegsmarine. Von 1941 bis 1985 waren die Männer befreundet, kurz vor dem Tod des “Alten” kam es urplötzlich zum Bruch. Warum? Die Antwort liegt im Krieg und dem, was wirklich an Bord des Sägefisch U-Bootes geschah. Das Buch leuchtet deutlich diese Wirklichkeit aus.

Auf Grundlage einer Fülle bislang unentdeckter Fakten wie den privaten Tagebüchern des Leitenden Ingenieurs von U 96, Friedrich Grade, verfolgt er “Das Boot” als Propaganda-Mythos, dessen Fäden bis in die Gegenwart reichen. Es deckt die wahre “PK”-Rolle Buchheims mit einer sensationellen Neubewertung seiner Tätigkeit für die NS-Propaganda auf. Es beschreibt den Zusammenhang zwischen Realität und Mythos, der U 96 zu einen Jahrhundertstoff machte und die Freundschaft des “Alten mit Lothar-Günther Buchheim zerstörte. Schließlich erzählt es die längst fällige Biographie Heinrich Lehmann-Willenbrocks, der zu einem der bedeutendsten deutschen Kapitänen des 20. Jahrhunderts wurde.

Der Autor

Gerrit Reichert lebt als freier Journalist in Worpswede zwischen Bremen und Hamburg. Er ist auf die investigative Recherche historischer Stoffe und Themen spezialisiert. Als Hauptautor des Kataloges zur gleichnamigen Ausstellung „Buchheim 100“ (2018) identifizierte er bereits Lothar-Günther Buchheim als eines der führenden Propaganda-„Asse“ der Kriegsmarine. Sein neues Buch „U 96 Realität und Mythos / Der Alte und Lothar-Günther Buchheim“ ist die Biographie des Bremers Heinrich Lehmann-Willenbrocks, dessen 44jähriger Freundschaft mit Lothar-Günther Buchheim und des U 96-Stoffes in Krieg und Nachkrieg.

Im Anschluss an dem Vortrag haben alle die Möglichkeit dem Autor Fragen zu stellen und sich das Buch signieren zu lassen.


Wir bitten um vorherige Anmeldung

Kostenbeitrag € 5,00
Ihre Anmeldungen richten Sie bitte an:

Antje Reineward
Tel: 040-300 92 30 14
Email: a.reineward@imm-hamburg.de


Weitere Veranstaltungen finden Sie im Veranstaltungskalender.

Die letzten vietnamesischen Flüchtlinge verlassen die 'Cap Anamur' im Hamburger Hafen, nachdem die Hilfsfahrten des Schiffes beendet worden sind. © ullstein bild - Poly-Press

26. November 2019

Flucht aus Vietnam – Das Drama der Boat People

Am Abend des 5. Dezember 2019 erinnert eine Veranstaltung im Maritimen Museum an das Schicksal der sog. “Boat People”, die Vietnamesischen Flüchtlinge, die zwischen 1975 und 1996 ihr Land übers Meer verlassen mussten. Die kostenfreie Veranstaltung bietet ein Zeitzeugengespräch, die Vorführung eines Dokumentarfilms und eine Kuratorenführung durch die Sonderausstellung “Flucht Übers Meer -Von Troja nach Lampedusa”.

Die letzten vietnamesischen Flüchtlinge, sog. "Boat People", verlassen die 'Cap Anamur' im Hamburger Hafen, nachdem die Hilfsfahrten des Schiffes beendet worden sind.
Die letzten vietnamesischen Flüchtlinge verlassen die ‘Cap Anamur’ im Hamburger Hafen, nachdem die Hilfsfahrten des Schiffes beendet worden sind. © ullstein bild – Poly-Press

Die “Boat People”

Seit 1975 gingen Vietnamesen zu Hunderttausenden in meist kleinen Holzbooten aufs Südchinesische Meer, um Verfolgung, Unterdrückung und Not in ihrer kommunistischen Heimat zu entkommen. Das zwei Jahrzehnte andauernde Drama der Boat People wurde zum globalen Thema. Ab 1979 rettete die von Spendern aus der Bundesrepublik Deutschland finanzierte CAP ANAMUR über 11.300 Menschen auf See und brachte sie in Sicherheit. Die vom Flüchtlingshilfswerk UNHCR und internationalem Engagement getragene Hilfe ermöglichte etwa 750.000 Vietnamesen ein neues Leben in aller Welt.

Steuerrad des Boat People-Flüchtlingsschiffs "SKYLUCK" in die Sonderausstellung "Flucht Übers Meer - von Troja nach Lampedusa".
Steuerrad des Boat People-Flüchtlingsschiffs SKYLUCK in die Sonderausstellung “Flucht Übers Meer – von Troja nach Lampedusa”.

Die Veranstaltung

Die Veranstaltung “Flucht aus Vietnam – Das Drama der Boat People und ihre Rettung” findet am Donnerstag, 5. Dezember 2019 im Internationalen Maritimen Hamburg statt. Sie wird von Dr. Erik Lindner, Kurator der Sonderausstellung “Flucht übers Meer”, moderiert.

Um 17.30 Uhr haben Sie die Möglichkeit, an einer Kuratorenführung durch die Sonderausstellung teilzunehmen.

Um 18.30 Uhr startet das Hauptprogramm der Veranstaltung mit einem Dokumentarfilm. Anschließend werden in Norddeutschland lebende Gerettete und Helfer von einst das Geschehen aus ihrer Perspektive schildern.

Als Zeitzeugen sprechen die 1980 von der CAP ANAMUR geborgenen Thi Kim Cuc Vu und Thomas Huan Nguyễn sowie Matthias Imrecke, der 1988 als 3. Offizier eines Containerschiffs an einer Rettung auf hoher See beteiligt war.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme an dieser kostenfreien Veranstaltung. Wir bitten allerdings um vorherige Anmeldung unter:

a.moritz@imm-hamburg.de



Die Sonderausstellung “Flucht übers Meer -von Troja bis Lampedusa” ist bis zum 2. Februar 2020 auf Deck 1 des Internationalen Maritimen Museums zu sehen und im Eintrittspreis enthalten.