IMMH

Nachhaltigkeitsprojekte im Museum

Um 3000 Jahre Schifffahrtsgeschichte ins richtige Licht zu rücken, braucht das IMMH mehrere 1000 Leuchten. Üblicherweise verursachen sie den größten des Energieverbrauchs eines Museums. Während die Haustechnik des Museums bereits im Jahr 2014 angefangen hat, die Vitrinenbeleuchtung auf LED-Beleuchtung umzustellen, konnte in 2015 mit Unterstützung des Freundeskreises und durch Förderung des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die gesamte Strahlertechnik erneuert und auf LED umgerüstet werden. Damit setzt das IMMH ein Zeichen für Nachhaltigkeit, während dadurch auch höchste konservatorische Maßstäbe zum Schutz der Exponate erfüllt werden.

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Maritime Beleuchtung.

Parallel wurde mit Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) aufwendig in die Klimatechnik des Hauses investiert. Dieses Projekt wird in 2018 abgeschlossen sein.

Bereits in 2013 wurde mit Unterstützung der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (Amt für Natur- und Ressourcenschutz) die Realisierung der Fassadenbeleuchtung in Angriff genommen. Auch hier kam die klimafreundliche LED-Technik zum Einsatz. Das Projekt wird voraussichtlich in 2018 mit dem letzten Abschnitt der Südfassade seinen erfolgreichen Abschluss finden.

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Prima Klima

Ein Museum, das auf Nachhaltigkeit wert legt, achtet nicht nur auf die Schonung seiner Umwelt. Im Fokus liegt natürlich ganz besonders der bestmögliche Erhaltung seiner Exponate. Eine der wichtigsten Voraussetzungen dafür ist ein stabiles Klima in den Ausstellungsräumen. Das IMMH befindet sich im ältesten noch erhaltenen Speichergebäude des Hamburger Hafens – im Kaispeicher B von 1879. In einem solchen denkmalgeschütztem Altbau ist eine Klimastabilisierung eine echte Herausforderung.

Dank der finanziellen Unterstützung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt aber war es möglich, die konservatorischen Konditionen auf den Ausstellungs-Decks des IMMH zu verbessern – durch  ein Forschungsprojekt, dass das Team des Museums zusammen mit dem Ingenieurbüro Käferhaus in Wien 2013 bis 2017 im IMMH durchgeführt hat.

Die zu trockene Luft in der Winterzeit stellte sich dabei als besonders problematisch heraus. 46 Monate lang haben die Teilnehmer des Projektes intensiv an der Lösung gearbeitet. Dafür sind 16 Kaltverdunster (Luftbefeuchter) zum Einsatz im Museum gekommen, verteilt auf den verschiedenen Decks. Die Luftfeuchtigkeitswerte wurden von Messfühlern, die unsichtbar installiert waren, ständig analysiert, dokumentiert und angepasst. Fazit des Projektes ist: „Die Stabilisierung des Mikroklimas im Internationalen Maritimes Museum Hamburg konnte mit einfachen und nachhaltigen Methoden vorbildlich umgesetzt werden.

 

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