Modell: Johanna (1880)
| Objektart | Exponat |
|---|---|
| ID | 96817 |
| Schiffsname / Baubezeichnung | Johanna |
| Reederei / Eigner / Marine | |
| Baujahr / Indienststellung | 1880 |
| Bauwerft | Stülcken-Werft.- H.C. Stülcken (Sohn), Hamburg |
| Land / Flagge | Deutschland |
| Schiffstyp | Bark |
| Über das Objekt | Die „Johanna“ wird von vielen als einer der am besten restaurierten und erhaltenen Ewer angesehen, die heute in unserer Region segeln. Diese äußerst praktischen und vielseitigen Segelboote stammen aus dem niederländisch-friesischen Raum und erfreuten sich an der Unterelbe bereits im späten Mittelalter großer Beliebtheit. In verschiedenen Größen und Ausführungsvarianten dienten sie fast allen denkbaren Aufgaben der lokalen Schifffahrt. In ihrem Ursprung war die „Johanna“ ein Besan-Ewer. Das bedeutet, dass sie zwei Masten hat, während Ewer mit einem Mast als Giek-Ewer bezeichnet werden. Gebaut wurde sie 1903 auf der Werft von Johannes Thormählen in Elmshorn. Ihr ursprünglicher Name war „Hertha“, und sie diente dem Warentransport zwischen Hamburg und den Marschlanden. In den späten 1920er Jahren wurde sie mit einem Heißluft-Hilfsmotor ausgestattet und verlor ihre Masten. Weitere Umbauten nahmen ihr mehr und mehr das Ewer-Aussehen, aber ihr robuster Stahlrumpf blieb, wie er war – und ist sicherlich der Grund, warum sie die folgenden Jahrzehnte überlebte, in denen solche kleinen Boote (18,5 Meter lang und 4,5 Meter breit) immer weniger Geld einbrachten. Irgendwann wurde ihr Name in „Ingeborg“ geändert. Sie transportierte Fracht bis zur tragischen Flut von 1962, als sie während der Katastrophe im Hafen von Elmshorn lag und schwere Schäden erlitt. Danach wurde sie verkauft, repariert, aber zu einem Schleppkahn ohne Antrieb im Hafen von Glückstadt degradiert. 1973 erfuhr Egon Heinemann von ihrer Herkunft und kaufte sie. Er ließ sie von der Werft der Firma Jastram in den Bergedorfer Marschlanden in ihre ursprüngliche Form zurückversetzen. Ab 1978 war sie wieder ein echter Besan-Ewer und wurde ein letztes Mal in „Johanna“ umbenannt. 1983 von einem neuen Eigner leicht umgebaut, bot sie touristische Ausflugsfahrten auf der Elbe und der Ostsee an. Ein Verein, die „Freunde des Besan-Ewer Johanna e.V.“, wurde gegründet, um das Schiff zu unterhalten – eine Aufgabe, die bis heute andauert. Seit 2009 wird sie von der Stiftung Hamburg Maritim betreut und kann für Tagesausflüge oder längere Freizeitfahrten gebucht werden. Sie ist wirklich eine Perle in der Traditionsflotte unserer Stadt. Diese Miniatur im Maßstab 1:220 ist auf Deck 9 des Museums ausgestellt. |
Nach Eingang Ihrer Bestellung wird diese geprüft. Dies kann bis zu 10 Tage dauern. Im Anschluss senden wir Ihnen das Objekt als PDF-Datei (digitale Reproduktion) über einen Downloadlink per E-Mail zu. Es findet kein physischer Versand statt.










