Ruhrgebiet um 1890
Als Klara und ich die Zeitmaschine von unserem Onkel erneut starten, klopft mein Herz ganz schnell. Wo werden wir als nächstes landen? Es ruckelt und zischt laut, und mir wird ein bisschen schwindelig. Dann schweben wir mit unserem Luftschiff über einen großen Fluss. Auf den Display über dem Steuer blinkt die Jahreszahl 1890. Der Computer berichtet: Das da unten ist der Fluss Ruhr. Auf dem Wasser fahren große Dampfschiffe. Sie machten „Tuff, tuff“ und spucken schwarzen Rauch in den Himmel. Es riecht komisch, nach Kohle, Feuer und Öl. Auf dem Fluss und am Ufer herrscht ein buntes Treiben. Männer rufen durcheinander, Maschinen dröhnen und alles ist sehr laut. Ich finde es spannend, aber auch ein bisschen gruselig. Hinter dem Fluss sehen wir riesige Fabriken und hohe Türme. Aus vielen Schornsteinen kommt Rauch. Klara zeigt auf einen Förderturm und sagt, dass dort Bergleute tief unter der Erde arbeiten. Ich schlucke und staune. Ich erinnere mich an die Geschichten über das Deutsche Kaiserreich. „So begann also das Ruhrgebiet zu wachsen“, dachte ich. Wir sehen auch eine große Musikkapelle, die laute Trommeln schlägt und auf ihren Trompeten bläst. Dort gibt es wohl etwas wichtiges zu feiern. Männer werfen ihre Hüte in die Luft und Frauen klatschen vor Freude in die Hände. Doch jetzt blinkt unsere Zeitmaschine, und wir müssen schnell weiterreisen.