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Trossschiff Altmark

Trossschiff Altmark (1938-1942). Dieses Modell der „Altmark“ im Maßstab 1:100 ist ein weiteres Meister-werk von Helmut Schmid. Es ist auf Deck 5 des Museums ausgestellt. 

Trossschiff Altmark (1938-1942). Dieses Modell der „Altmark“ im Maßstab 1:100 ist ein weiteres Meister-werk von Helmut Schmid. Es ist auf Deck 5 des Museums ausgestellt. 


Die „Altmark“ war ein deutsches Versorgungs- und Tankschiff (Trossschiff) der Dithmarschen-Klasse, dass 1937 gebaut wurde. Diese Schiffe sollten  weit entfernt operierende Einheiten mit Treibstoff und anderen Gütern versorgen. Gleichzeitig waren sie für die Aufnahme von Beute und  Gefangenen ausgerüstet. Sie hatten eine Verdrängung von 20.858 Tonnen, konnten eine Höchstgeschwindigkeit von 25 Knoten erreichen und trugen leichte Bewaffnung.

Die „Altmark“ wurde bei Howaldt in Kiel (Howaldtswerke AG) gebaut und 1938 in Dienst gestellt. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs, am 1. September 1939, traf sie mit der „Admiral Graf Spee“ zusammen und lieferte Nachschub (siehe unseren Beitrag vom letzten Dezember für weitere Informationen zu ihrer Geschichte). Bis zum 6. Dezember begegneten sich die beiden Schiffe neun Mal und nach der Versenkung der „Graf Spee“ am 17. Dezember begab sich die „Altmark“ auf den Rückmarsch nach Deutschland. Mitte Februar 1940 erreichte sie norwegische Hoheitsgewässer. Die Behörden des damals noch neutralen Landes, kontrollierten das Schiff jedoch lediglich und ließen es  weiterfahren. Bald darauf wurde die „Altmark“ noch in norwegischen Gewässern von dem britischen Zerstörer HMS „Cossack“ aufgebracht, wobei acht Personen an Bord getötet und 299 Gefangene befreit wurden. Das Ereignis wurde als „Altmark-Zwischenfall“ bekannt und führte dazu, dass sowohl die Alliierten als auch Nazi-Deutschland das Vertrauen in die Neutralität Norwegens verloren – und angeblich die bereits bestehenden deutschen Pläne für eine Invasion des Landes beschleunigten. Nach dem Zwischenfall kehrte die „Altmark“ nach Deutschland zurück, wo sie in „Uckermark“ umbenannt wurde.

Im September 1942 brach sie  mit 5.500 Tonnen Treibstoff von Frankreich aus nach Japan auf, wo sie im November eintraf. Am 30. des Monats ankerte sie vor Yokohama neben dem Hilfskreuzer „Thor“, dem gekaperten australischen Linienschiff „Nankin“ und dem japanischen Versorgungstanker „Unkai Maru Nr. 3“. Am Mittag zerstörte eine gewaltige Explosion an Bord der „Uckermark“ alle vier Schiffe. Der Unfall wurde wahrscheinlich durch Reparaturarbeiten in der Nähe der Tanks verursacht, die noch nicht vollständig gereinigt worden waren.