IMMH

Pressetexte

(10.05.217)

45 Jahre Deutsch-Chinesische Freundschaft 

EAST MEETS WEST – Maritime Seidenstraße

Ausstellung des Guangdong Museums zu Gast im Maritimen Museum

 

Erstmals zeigt das Guangdong Museum seine Schätze in Europa. Im Internationalen Maritimen Museum beginnen diese Woche die aufwändigen Arbeiten, um die Ausstellungsdecks 1 und 2 für die Sonderausstellung aus China vorzubereiten. Mit über 100 wertvollen Exponaten aus fünf Jahrhunderten wird Chinas Handel entlang der maritimen Seidenstraße präsentiert.

 

Die Ausstellung ist Teil des Kulturprogramms, das aus Anlass des 45. Jubiläums der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und China stattfindet. Bundesweit läuft dazu dieses Jahr ein Festival, dessen Spektrum von Musik, über Tanz und Film bis hin zu Architektur, zeitgenössischer Kunst, Literatur und Philosophie reicht. Das hochkarätige Programm will den Austausch zwischen den beiden Kulturen intensivieren und neue kreative Impulse setzen.

 

„Wir freuen uns sehr, dass wir das Guangdong Museum bei uns zu Gast haben und mit der Sonderausstellung nicht nur die maritime Seidenstraße beleuchten und faszinierende Exponate zeigen, sondern auch die Deutsch-Chinesische Freundschaft weiter ausbauen“, sagt Museumsvorstand Peter Tamm. „Und wir sind natürlich auch sehr stolz, dass sich unsere chinesischen Partner ganz bewusst das IMMH als Ausstellungsort für diese europaweite Premiere ausgesucht haben.“

 

Anfang Juni werden die Schätze aus China in Hamburg ankommen. Ein Team des Guangdong Museums wird die Exponate, darunter kunstvoll gestaltete Schmuckstücke, chinesisches Porzellan und Schriftstücke, in den Vitrinen des Maritimen Museums einrichten. Bis dahin wird im Kaispeicher B eifrig gearbeitet, denn nicht nur die Ausstellungsdecks müssen nach den aus China gesendeten Plänen hergerichtet, sondern auch alle Thementafeln vom Chinesischen ins Deutsche übertragen werden. „Die Verständigung mit unseren Kollegen aus China ist hervorragend. Mit einer reinen Übersetzung der Ausstellungstexte stoßen wir aber manchmal an unsere Grenzen, oft müssen wir gemeinsam nicht nur Worte übersetzen, sondern die tiefere kulturelle Bedeutung finden“, erklärt Gerrit Menzel, Historiker im Maritimen Museum.

 

Im Zentrum der Ausstellung stehen Funde von den Schiffswracks „Nan Hai No.1“ und Nan Ao No.1“, die vor der südchinesischen Küste geborgen wurden. Sie waren entlang der „maritimen Seidenstraße“ unterwegs. Bereits im Mittelalter gelangten über diese Seeverbindung chinesische Luxusgüter in den Orient und von dort über den Zwischenhandel bis nach Europa. Das Netz von Seerouten verband die Küstenregionen des westlichen Pazifik, des indischen Ozeans und des Atlantiks.

 

Die Ausstellung „East meets West – Maritime Seidenstraße“ wird am 8. Juni 2017 eröffnet und ist bis zum 10. September 2017 auf Deck 1 und 2 im Maritimen Museum zu sehen.

 

Begleitend erscheint ein reich bebildertes Ausstellungsbuch in Koehlers Verlagsgesellschaft:

 

Internationales Maritimes Museum Hamburg (Hrsg.)

EAST MEETS WEST

Maritime Seidenstraße

Im 13. bis 17. Jahrhundert

Klappenbroschur I 21 x 26 cm I ca. 160 Seiten I zahlr. Farbfotos,

€ 19,95 I ISBN 978-3-7822-1295-3

 

Mehr Informationen zum Kulturprogramm 45 Jahre Deutsch-Chinesische Freundschaft unter: www.chinaheute45.org

 

Pressekontakt:

Internationales Maritimes Museum Hamburg

Babette Teichmann

Telefon +49 (0) 40 300 92 03-12

Email b.teichmann@imm-hamburg.de

 

Pressebilder

 

 

Internationales Maritimes Museum Hamburg (01.02.2017)

 

  • Neuer Besucherrekord
  • Der millionste Besucher kam aus Übersee
  • Neuer Vorstand bei der Peter Tamm Sen. Stiftung

 

Neuer Besucherrekord

Das Internationale Maritime Museum Hamburg ist weiter auf Erfolgskurs. 2016 konnte mit weit über 125.000 zahlenden Besuchern ein neuer Rekord erreicht werden. Das entspricht einem Plus von über 15% gegenüber 2015. Mehr als 1.200 Besuchergruppen nahmen an dem umfangreichen Führungsangebot des IMMH teil. Von den regelmäßig präsentierten Sonderausstellungen zog das Thema „Frauen an Bord“ die meisten Besucher an. Auch als Event-Location war Hamburgs maritimes Herz wieder sehr gefragt. Mit knapp 100 Veranstaltungen auf insgesamt 5 Veranstaltungsflächen konnte auch hier der Vorjahreserfolg noch verbessert werden.

Das Ehepaar Schmitz (links) wird von Museumsvorstand Lutz Erntges empfangen.

 

Der Millionste Besucher kam aus Übersee

Kurz vor Weihnachten konnte das Internationale Maritime Museum Hamburg seinen Millionsten Besucher seit der Eröffnung im Juni 2008  begrüßen. Amy und Hans-Peter Schmitz aus Kalifornien wurden von Museumsvorstand Lutz Erntges mit einem Blumenstrauß und Gutschein für den Museumshop überrascht. Dass die Jubiläums-Besucher aus dem Ausland kamen, ist keineswegs ungewöhnlich. Der Anteil an ausländischen Gästen ist im IMMH mit mehr als 30% überdurchschnittlich hoch. Am stärksten vertreten sind die Länder Österreich, Schweiz und Skandinavien. Auch der Anteil an Besuchern aus dem asiatischen Raum steigt kontinuierlich an.

 

Neuer Vorstand bei der Peter Tamm Sen. Stiftung

Bereits im vergangenen Herbst hat der am 29. Dezember 2016 verstorbene Stiftungsvorstand und Museumsgründer Prof. Peter Tamm seinen gleichnamigen Sohn in den Vorstand der Peter Tamm sen. Stiftung berufen. Der 49 Jahre alte Schifffahrtskaufmann führt die Verlagsgruppe Tamm Media. Peter Tamm wird das Museum gemeinsam mit Vorstand Lutz Erntges und dem IMMH Team im Sinne des Stifters weiterführen.

Pressekontakt:

Internationales Maritimes Museum Hamburg
Babette Teichmann
Tel.: +49 (40) 300 92 30-12
b.teichmann@imm-hamburg.de

 

Sonderausstellung im Internationalen Maritimen Museum Hamburg „Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst – Virtuelles Wasser begreifen“

Zahlreiche Mitmachstationen und Exponate laden dazu ein, dem Thema „Virtuelles Wasser“ in vielfältiger Art und Weise zu begegnen. Besucher der Ausstellung können entdecken, wie bereits kleine Handlungen helfen, viel Wasser zu sparen. Erpumpen Sie sich Ihre Tomate, finden Sie heraus, wie viel Wasser in Ihrem Lieblingssteak steckt oder staunen Sie über die Wassermenge in einem T-Shirt.

Die Annäherung an das Thema erfolgt spielerisch-attraktiv, zum Beispiel durch einen Explainity-Film, der den Begriff „Virtuelles Wasser“ erklärt, oder durch Frühstücksprodukte, die der Besucher scannt. Im Anschluss errechnet ein Computer, wie viel Wasser in dem Frühstück steckt. Ein anderes Beispiel dafür ist ein Exponat, an dem die Besucher entscheiden können, ob sie auf eine bestimmte Art und Weise Papier sparen würden, beispielsweise durch das Beschreiben der Rückseiten von Papier und das Ausdrucken von  ausschließlich notwendigen E-Mails. Liebesbriefe könnten auch auf Rinde, Stoff oder Blüten geschrieben werden, um Papier zu sparen.

Auch gestalterisch wird die Ausstellung leicht präsentiert. Die Informationen zu den einzelnen Themen stehen auf großen Infowänden, die die Form und Farbe des jeweiligen Produktes beziehungsweise Themas haben. Das Thema „Fleisch“ wird beispielsweise auf einem riesigen (ca. 1,5 m² großen) Hamburger und das Thema „Tomate“ auf einer ebenso großen Tomate präsentiert. Insgesamt gibt es 10 Stationen mit solchen Tafeln.

Die Ausstellung „Ich sehe Was(ser), was du nicht siehst – Virtuelles Wasser begreifen“ auf Deck 1 des Museums zeigt globale Zusammenhänge zum „Virtuellen Wasser“ auf und lädt den Besucher ein, im Einzelnen genau hinzuschauen und sich dem Thema auf spielerische Weise zu nähern.
Die Ausstellung ist vom 18.11. bis 15.02.2016 auf Deck 1 des Museums zu sehen.

 

Bundeszuschuss ermöglicht umfassende Digitalisierung des Bestandes

„Maritime Schätze“ werden weltweit zugänglich gemacht

 

Mit jährlich über 100.000 Besuchern, davon sehr vielen aus dem Ausland, gehört das Internationale Maritime Museum Hamburg zu den erfolgreichsten Museen in Deutschland. An der Grenze zwischen historischer Speicherstadt und moderner HafenCity gibt es in Hamburgs Maritimem Herz nicht nur für interessierte Besucher unendlich viel zu sehen und zu entdecken. Auch für Wissenschaftler der Maritimen Welt ist hier mancher Schatz zu heben.

 

„Bewahren, forschen und vermitteln“, nach diesen Zielen des ICOM (International Councel of Museums), kann das IMMH demnächst der Forschung und allen an der Seefahrtgeschichte Interessierten einen Teil seiner Exponate und bisher nicht veröffentlichte Dokumente auf digitalem Weg weltweit zugänglich machen.

 

Zu verdanken ist dies den Hamburger Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs und Rüdiger Kruse. Mit deren Unterstützung kann das Internationale Maritime Museum notwendige Geräte und das Personal für die Digitalisierung historischer Dokumente für die kommenden fünf Jahre finanzieren. Mit 950.000 Euro aus Bundesmitteln wird dieses Projekt gefördert.

 

Die großen Bestände an Dokumenten, Schiffbauplänen, Literatur, Grafiken und vielem mehr, werden jetzt als schützenswertes Kulturgut dauerhaft gesichert. Durch sie kann einerseits die museale Präsentation erweitert, andererseits den historischen Wissenschaften die Arbeit mit den Archivalien, die in Teilen unübertroffen in der Welt sind, auf digitalem Wegen international ermöglicht werden.

 

„Unser Museum und das Archiv sind ein nationales und internationales Kulturerbe von besonderem Rang und ein bedeutendes Forschungsobjekt für die Schifffahrtsgeschichte. Mit der Digitalisierung dieser einzigartigen Bestände ist es weltweit zugänglich und wird dazu beitragen, unser internationales Renommee weiter zu steigern“, so Prof. Peter Tamm. „Johannes Kahrs, Rüdiger Kruse und dem Haushaltsausschuss danke ich herzlich für die Unterstützung“.

 

Zum Archiv.

 

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