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Die Führungen im Museum sind zurück! Ab Sonntag, 12. Juli heißt es wieder "Leinen los!" am Schiffsführungssimulator auf Deck 1 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg.

6. Juli 2020

Die Führungen im Museum sind zurück!

Wir freuen uns sehr, wieder Führungen im Museum anbieten zu dürfen! Für mehrere Monate mussten unsere beliebten Führungen für Gruppen leider pausieren. Ab 13. Juli 2020 ist es uns aber möglich, die öffentlichen Führungen im Museum wieder anbieten zu können. Exklusive Grüppenführungen können ab sofort wieder bei uns Gebucht werden.

Die Führungen im Museum sind zurück!  Ab Sonntag, 12. Juli heißt es wieder "Leinen los!" am Schiffsführungssimulator auf Deck 1 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg.
Ab Sonntag, 12. Juli heißt es wieder “Leinen los!” am Schiffsführungssimulator auf Deck 1 im Internationalen Maritimen Museum Hamburg.

Führungen im Museum

Ab 13. Juli bietet das Internationale Maritime Museum Hamburg wieder Führungen an. Bis zu zehn Teilnehmer werden über die neun Decks des Museums geführt und gehen auf Entdeckungstour durch 3.000 Jahre Schifffahrtsgeschichte.

Die öffentlichen Führungen finden am Dienstag (11.00 – 12.00 Uhr) und am ersten Sonntag im Monat statt (12.00 – 13.00 Uhr), die beliebten Highlight-Führungen jeweils donnerstags (15.00 – 16.00 Uhr) im Juli und August.

Freitags gibt es eine Führung durch die Sonderausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (bis 14. August, 14.00 – 14.30 Uhr).  

Die exklusiven Gruppenführungen werden ebenfalls wieder aufgenommen, diese sind derzeit ausschließlich über das Maritime Museum buchbar.

„Leinen los“ am Schiffsführungssimulator

Für alle Schifffahrtsfreunde, die gern selbst das Ruder in die Hand nehmen, wird der Schiffsführungssimulator ab dem 12. Juli wieder in Betrieb genommen. „Leinen los“ heißt es jeweils sonntags. In der Zeit von 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr finden drei Fahrten á 30 Minuten statt. Auch hier können sich bis zu 10 Teilnehmer vor dem Simulator aufhalten.

Alle Teilnehmer melden sich an der Museumskasse an und füllen dort ein Kontaktformular aus. Bei großem Andrang geht es nach der Reihenfolge der Anmeldungen.

Johannes Holst: Die entmastete Pinnas vor der Le-Maire-Straße, Öl auf Leinwand, 99 x 69 cm, 1946 © Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg. Enmastete Pineas von Johannes Holst.

2. Juli 2020

Die entmastete Pinnas von Johannes Holst

“Die entmastete Pinnas” von Johannes Holst erzählt eine wahre, dramatische Geschichte der Seefahrt. Die aktuelle Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” ist der Anlass gewesen, dieses Meisterwerk aufwändig zu restaurieren. In den folgende Zeilen erzählt Kuratorin Petra Giebel die Hintergründe des Bildes.

Johannes Holst: Die entmastete Pinnas vor der Le-Maire-Straße, Öl auf Leinwand, 99 x 69 cm, 1946 © Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg. Enmastete Pinnas von Johannes Holst.
Johannes Holst: Die entmastete Pinnas vor der Le-Maire-Straße, Öl auf Leinwand, 99 x 69 cm, 1946 © Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg

Die entmastete Pinnas von Johannes Holst

Das stählerne Vollschiff wurde 1902 bei W. Hamilton in Glasgow als “Fitzjames” für W. Montgomery & Co. in London gebaut, 1909 wurde es für 8000 Pfund an die Reederei Laeisz verkauft und als Pinnas in der Salpeterfahrt zwischen Deutschland und Chile eingesetzt. Im April 1929 geriet die Pinnas auf der Ausreise in der Le-Maire-Straße (Kap Hoorn) in einen Orkan, der das Schiff entmastete. Der chilenische Passagierdampfer Alfonso wurde über Funk zur Hilfe gerufen. Glücklicherweise konnten die 25 Besatzungsmitglieder gerettet werden bevor das Schiff sank. Es existiert ein Foto des Schiffsunglücks, das die entmastete Pinnas zeigt, dieses Foto lag Holst als historische Quelle beim Malen vor.

Düster, mit dramatischen Hell-Dunkel-Kontrasten in den Wolken und in der aufgewühlten See inszeniert Holst das Schiffsunglück des Flying-P-Liners Pinnas. Das havarierte Schiff liegt auf der Seite, es steht nur noch der Kreuzuntermast mit gesetztem Bagien- und Kreuzstagsegel, die Mannschaft ist evakuiert, das Schiff jedoch ist verloren und wird bald in den schwarzen Fluten versinken. Es ist ein Bild, das den Betrachter fasziniert erschaudern lässt und deutlich macht, dass der Mensch den Naturgewalten oft hilflos ausgeliefert ist.

Die entmastete Pinnas von Johannes Holst wurde für die Sonderausstellung von Bianca Floss aufwendig restauriert, wodurch die ursprüngliche Wirkung wiederhergestellt werden konnte.

Die Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” wurde in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße vorbereitet. Sie findet von 7. Mai bis zum 16. August 2020 auf Deck 1 statt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.


Cover des Buches "Johannes Holst - Maler der See" (Koehlers Verlagsgesellschaft) von Walter König.

Das Buch zur Ausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (2019, Koehler) wurde von Walter König verfasst und ist im Museumshop und Online erhältlich.


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