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Johannes Holst und Gorch Fock: „Seefahrt ist not!“ – 1913 veröffentlicht Gorch Fock seinen berühmten Roman. Holst bringt zeitgleich seine einzige Druckgraphik, den Ewer von Gorch Focks Vater, H.F. 125 Cecilia. Sollte er als Cover für das Buch dienen? Druckgraphik, 30 x 21 cm, 1912 (©Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg)

Johannes Holst und Gorch Fock

Johannes Holst und Gorch Fock. Was verband den Maler der See und den Schriftsteller der See? „Seefahrt ist not!“ – 1913 veröffentlicht Gorch Fock seinen berühmten Roman. Holst bringt zeitgleich seine einzige Druckgraphik, den Ewer von Gorch Focks Vater, H.F. 125 Cecilia. Sollte er als Cover für das Buch dienen?*

Johannes Holst und Gorch Fock: „Seefahrt ist not!“ – 1913 veröffentlicht Gorch Fock seinen berühmten Roman. Holst bringt zeitgleich seine einzige Druckgraphik, den Ewer von Gorch Focks Vater, H.F. 125 Cecilia. Sollte er als Cover für das Buch dienen? Druckgraphik, 30 x 21 cm, 1912 (©Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg)
Johannes Holst und Gorch Fock: Ewer H.F. 125 Cecilia. Druckgraphik, 30 x 21 cm, 1912 (©Erbengemeinschaft Johannes Holst, Foto: A. Ginsburg)

Johannes Holst und Gorch Fock: Der Maler der See und der Schriftsteller der See

In seiner Publikation weist Autor Walter König erstmals auf die Parallelen zwischen Johannes Holst und dem Schriftsteller Gorch Fock hin: beide wurden im Jahr 1880 auf den Elbinseln Altenwerder bzw. Finkenwerder geboren, beide wuchsen in einer vom Fischfang geprägten Welt auf und setzten diese Eindrücke künstlerisch um. Während Johannes Holst als der Maler der See bekannt wurde, porträtierte Gorch Fock das von Fischerei und Seefahrt bestimmte Leben auf den Elbinseln in seinem Roman „Seefahrt ist not!“. In dem berühmten Roman von 1913 schildert Gorch Fock auf realistische Weise das Leben der Fischer auf der Elbinsel Finkenwerder, plattdeutsche Dialoge tragen zu einer authentischen Atmosphäre mit viel Lokalkolorit bei. In der Geschichte geht es um die Sehnsucht des Protagonisten Klaus Mewes zur See zu fahren – trotz aller damit verbundenen Risiken. Gorch Fock, der eigentlich Johann W. Kinau hieß, wurde im ersten Weltkrieg 1915 eingezogen, 1916 kam er auf eigenen Wunsch vom Heer zur Marine, noch im selben Jahr starb er in der Seeschlacht am Skagerrak.

Für Johannes Holst waren die Ewer und Kutter seiner Heimat ein häufiges Motiv seiner Gemälde. Von dem Ewer H.F. 125 Cecilia, der dem Vater von Gorch Fock  gehörte, sind zwölf Werke Holsts bekannt. Bei der Druckgrafik handelt es sich um eine private Leihgabe, die sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich ist.

*König, Walter: Johannes Holst – Maler der See, 2019, Koehler im Maximilian Verlag, S. 196.


Die Sonderausstellung “Johannes Holst – Maler der See” wurde in Kooperation mit dem Koehler im Maximilian Verlag und der Galerie Deichstraße vorbereitet. Sie findet von 7. Mai bis zum 16. August 2020 auf Deck 1 statt. Der Besuch ist im Eintrittspreis des Museums enthalten.


Cover des Buches "Johannes Holst - Maler der See" (Koehlers Verlagsgesellschaft) von Walter König.

Das Buch zur Ausstellung „Johannes Holst – Maler der See“ (2019, Koehler) wurde von Walter König verfasst und ist im Museumshop und Online erhältlich.


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